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Ein Kleinod wird wieder flottgemacht

Kirche in Schwarzenborn Ein Kleinod wird wieder flottgemacht

Sie gehört zweifelsfrei zu den ältesten Dorfkirchen im Landkreis, Teile des Gebäudes sind romanischen Ursprungs. Jetzt wird die Kirche in Schwarzenborn saniert.

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Das Kirchengebäude ist voll eingerüstet. Zunächst werden Schäden im Dachstuhl behoben, mitunter werden dabei auch wieder alte Balken eingesetzt.

Quelle: Götz Schaub

Schwarzenborn. Über dem Eingang der Kirche steht in Sandstein gehauen die Jahreszahl 1746. Doch das ist nicht das wahre Alter des Kirchenstandorts. Dr. Bernhard Buchstab vom Landesamt für Denkmalpflege Marburg weiß, dass Teile der Kirche romanisch sind. Dass die Kirche zwischen 1000 und 1200 errichtet wurde, zwischenzeitlich aber sehr verändert wurde. Nicht zuletzt, weil sie im Zuge des 30-jährigen Krieges (1618 bis 1648) schwer beschädigt worden war. „Die Kirche ist sicher erhaltenswert“, sagt Annemarie Maue. Sie ist Schwarzenbornerin, dort auch Vorsitzende des Kirchenvorstands. Darüber hinaus Vorsitzende des Bauausschusses des Kirchenkreises Kirchhain.

Instandsetzung für 230 000 Euro

Von den 105 Einwohnern ihres Dorfes sind gut 90 Mitglied in der evangelisch-lutherischen Kirche.

Das ist sicher ein sehr guter Schnitt, aber 90 Personen für eine Kirche? „Ja, so gesehen können wir nicht so sehr punkten, es gibt viele größere Gemeinden. Umso dankbarer sind wir, dass uns die Landeskirche beim ersten Bauabschnitt mit 170000 Euro unterstützt“, sagt Maue. Insgesamt für 230000 Euro findet an der Kirche eine „statisch-konstruktive Instandsetzung“ statt, wie Bauleiter Franziskus Hartmann erläutert. Das bedeutet, der Dachstuhl wird saniert, nicht mehr tragfähiges Holz ersetzt, durchaus auch durch Holzbalken, die einmal an einer anderen Stelle gebraucht wurden und noch gut in Schuss sind. Zudem soll der ganze Außenputz erneuert werden. Dabei sollen auch Vertiefungen und kleine „Dellen“ ausgebessert werden.

Pfarrer Fröhlich über Engagement erfreut

Die Kirchengemeinde kann aus einer Rücklage 20000 Euro hinzusteuern, 35000 Euro kommen von der Denkmalpflege, so dass nur ein kleiner Rest per Darlehen abgedeckt werden muss. Pfarrer Michael Fröhlich, als Schönstädter Pfarrer auch zuständig für Schwarzenborn, freut sich über das Engagement der Kirchenmitglieder und begleitet die Sanierungsarbeiten mit großem Interesse. In zwei Jahren, so hofft Maue, soll dann der Innenraum saniert werden. Dazu will die Kirchengemeinde Geld ansparen und zusammensammeln, das dann über den Kirchenerhaltungsfonds der Landeskirche Kurhessen-Waldeck 2016 im Falle einer Berücksichtigung verdoppelt wird. Für die Geldsammlung haben die Schwarzenborner extra einen Förderkreis gegründet, der sicher in nächster Zeit noch einiges bewegen wird.

von Götz Schaub

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