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Ein Kindergarten für drei Dörfer

Ausschuss-Sitzung in Wetter Ein Kindergarten für drei Dörfer

Nach einer Besichtigungstour in Cölbe und Bad Endbach sind die Wetteraner mehr denn je davon überzeugt, mit dem Kindergartenneubau in Unterrosphe in ein gutes Projekt zu investieren.

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Auf einer Freifläche zwischen Sparkasse und der Straße „Am Winterbaum“ in Unterrosphe wird der neue Kindergarten entstehen.

Quelle: Götz Schaub

Wetter. Die Planungen für einen dreigruppigen Kindergartenneubau in Unterrosphe für die Stadtteile Unterrosphe, Oberrosphe und Mellnau schreiten voran. Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka zeigte sich während der am Montagabend stattgefundenen gemeinsamen Sitzung des Bauausschusses und des Sozialausschusses sehr zufrieden. „Insbesondere möchte ich hier die konstruktive Arbeit während der Kommissionssitzung hervorheben, bei der sich unter anderem Kurt Schuhmacher vom Ortsbeirat Mellnau positiv einbrachte“, so der Bürgermeister. Seit die Entscheidung für den Standort Unterrosphe im Stadtparlament gefallen ist, bemühen sich alle Parlamentarier um eine positive Mitarbeit. Und so ergaben sich am Montag noch einige Fragen an den Vertreter des beauftragten Planungsbüros Pfau und Otto aus Wetter. Stefan Pfau erläuterte zunächst den aktuellen Planungsstand und teilte mit, dass bei der Aufteilung der Räume kleinere Korrekturen vorgenommen wurden, um die Funktionalität zu erhöhen. In diesem Zuge plädierten die Ausschuss-Mitglieder auch dafür, Abstellfläche für den Bewegungsraum zu schaffen, etwa durch einen in der Wand eingebauten Schrank, der den Raum nicht kleiner werden lässt.

Erzieherinnen sind von der Planung begeistert

Harald Althaus von der SPD-Fraktion regte an, bei nicht tragenden Wandteilen etwa im Bereich der Personalräume Wände in Leichtbauweise vorzusehen, um die Raumstruktur bei Bedarf irgendwann leichter ändern zu können. Generell entsteht der Kindergarten in Massivbauweise, eine Ausführung in Modulbauweise habe sich als zu teuer erwiesen, so Planer und Bürgermeister. Dies beunruhigte wiederum Elke Weide von der CDU. „Was passiert, wenn wir die drei Gruppen nicht mehr belegen können, weil es einfach zu wenige Kinder gibt“, fragte sie in die Runde. Spanka antwortete, dass sich die Planungen zunächst einmal auf die nächsten sieben bis acht Jahre beziehen. Darüber hinaus könne man kaum verlässlich planen. „Wir müssen wie in vielen anderen Dingen auch, dann wieder aktuell planen, beziehungsweise diejenigen, die dann in der Verantwortung stehen.“ Annika Mankel von der Jugendförderung Nordkreis und Doris Wabnegg vom Fachbereich 1 Leitung Kindertagesstätten der Stadt Wetter gaben zudem Auskunft aus Sicht der Erzieherinnen, die dann in Unterrosphe arbeiten werden. Sie unterstützen die Planung, die nach ihren Worten „neusten pädagogischen Anforderungen gerecht wird“.

Platz zum Austausch und zum Spielen

Als sehr schön und praktikabel empfinden sie es, dass jeder der drei Gruppenräume, die allesamt auf der Südseite des Gebäudes angesiedelt sind, über zwei mit Glas versehene Flügeltüren zum Außengelände verfügen wird, durch die die kleinen Kinder auch leicht durchschauen können, um beispielsweise im Winter Vögel zu beobachten. Die Planer haben zudem darauf geachtet, einen einladenden Eingangsbereich zu schaffen, der Eltern beim Bringen und Abholen ihrer Kinder auch Raum für Gespräche bietet, ohne gleich anderen im Weg zu stehen. Die Garderoben der Kinder, die sich alle auf der Nordseite des Gebäudes befinden, sind zum Flur hin etwas zurückversetzt, sodass der Flur besser als Spielfläche genutzt werden kann, ohne dass dabei Kleidung in Mitleidenschaft gezogen wird.

Spanka bat nun die Parlamentarier, in der nächsten Stadtverordnetensitzung die Mittel für die Ausschreibungen freizugeben. „Je schneller wir ausschreiben, desto mehr können wir mit günstigeren Angeboten rechnen“, so der Bürgermeister.

von Götz Schaub

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