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Ein Dorf in der Warteschleife

Bescheide bleiben aus Ein Dorf in der Warteschleife

In Wollmar macht sich Unmut breit. Mit der Dorferneuerung geht es nicht so recht voran - Bewilligungen und Angebote lassen auf sich warten. Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses steht seit 2012 aus.

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Um die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses ging es unter anderem in der Sitzung des Ortsbeirats Wollmar, die in selbigem stattfand.

Quelle: Manfred Schubert

Wollmar. „Ursprünglich hieß es, es könnte vielleicht schon 2012 losgehen, bis jetzt haben wir aber noch nicht einmal eine Zusage, ob das Geld für das Dorfgemeinschaftshaus fließt“, sagte der frühere Ortsvorsteher und Gemeindevorstands-Mitglied Johannes Wagner (CDU).

Zehn Personen waren zur zweistündigen Sitzung des Ortsbeirates gekommen, bei der es hauptsächlich um den Stand der Dorferneuerung ging und in dem Zusammenhang auch um die Überlegungen, dass Vereine die Trägerschaft der Dorfgemeinschaftshäuser (DGH) der Gemeinde Münchhausen übernehmen könnten.

Allerdings, so wurde deutlich, solange nicht klar ist, ob und wie das Wollmarer DGH saniert werden kann, wird sich auch nichts Konkretes in Sachen Trägerschaft entwickeln. Allerdings werde in Wollmar schon so vieles in Eigenarbeit geleistet, hier müsse zum Beispiel der Bauhof nicht kehren oder Rasen mähen, das sei schon fast wie ein Trägerverein, meinte Wagner. Gemeindevertreter Hans-Martin Seipp (SPD) meinte, man könne auch andere Lösungen finden, beispielsweise die Betreuung quartalsweise an die bestehenden Ortsvereine geben oder über einen Gemeinde-Trägerverein nachdenken. „Es muss nur erst mal was passieren“, forderte er.

Ortsvorsteher Wolfgang Henseling (CDU) berichtete, dass man vor vier Wochen in Marburg ein nochmals überarbeitetes Konzept zur Nutzung und Finanzierung sowie dem Umbau des DGH eingereicht habe. 825000 Euro sind nun inklusive Gemeindeanteil und Eigenleistungen veranschlagt, so weit ist man vom ersten Konzept, das bei 1,125 Millionen Euro lag, heruntergegangen, da die Wollmaraner gleich selbst sagten, das sei zu teuer. Wichtig sei, die Energiekosten so weit wie möglich zu senken, und die Hausmeistertätigkeit zu regeln. Man werde aber keinesfalls ein DGH bekommen, das sich selbst trage.

„Es müsste längst in Wiesbaden vorliegen, wir warten jetzt sehnlichst auf eine Antwort“, sagte er und bezeichnete es als „unerfreulich, dass sich alles mit den Bewilligungen und Entscheidungen so lange hinziehe“. Das ist verständlich, denn bekanntlich packt die Dorfgemeinschaft in Wollmar die Dinge gerne entschlossen und mit viel freiwilligem Engagement an. Auch bei anderen Dingen geht es nicht voran. Für die Sanierung der Stützmauer am Lindenberg wartet man seit sechs Wochen auf ein Preisangebot für die Steinkörbe. „Das kann nicht sein, seit der Ortsbesichtigung hat sich nichts getan, bis zur Sitzung der Gemeindevertretung werde ich das Angebot einfordern“, kündigte Hans-Martin Seipp an.

Beim Grenzganghaus soll unter anderem das Dach erneuert werden. Erst war von der Hälfte, jetzt vom gesamten Dach die Rede. Ursprünglich waren 25000 Euro geplant und beantragt, jetzt heißt es, es werde 39000 Euro kosten. Einen neuen Antrag über diese Summe wolle man nicht stellen, erklärte Ortsvorsteher Henseling. Man wolle erst einmal konkrete Angebote über die Material- und Gerüstkosten einholen.

von Manfred Schubert

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