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Ein Aufzug zur Burg - das wäre toll!

Bürgerversammlung in Mellnau Ein Aufzug zur Burg - das wäre toll!

Mellnaus Ortsvorsteherin Margot Diehl sorgt sich um die Entwicklungschancen ihres Ortes. Deshalb will sie etwas für den Tourismus tun und wünscht sich Veränderungen an der Burgruine.

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Kein Zweifel, der Burgberg ist zugewachsen. Die Frage ist, will man es so oder eben nicht?

Quelle: Götz Schaub

Mellnau. Die Burg ist und bleibt das Wahrzeichen des größten Außenstadtteils von Wetter. So ist sie auch von weithin sichtbar .... - Noch, meint Ortsvorsteherin Margot Diehl. Denn mittlerweile sei der Burgberg doch sehr stark zugewachsen. „Es wäre sehr angebracht, wenn der Burgberg freigeholzt werden könnte, damit die Burg wieder besser sichtbar wird“, sagte Diehl den interessierten Kommunalpolitikern, die mit ihr vom Dorfgemeinschaftshaus den Aufstieg zur Ruine unternahmen.

Mellnauer auf einen „Schrägaufzug“

Und diese wurden an der Burg gleich mal von einer Idee überrascht: Weil das Innere der Ruine nicht barrierefrei zugänglich ist, setzten die Mellnauer auf einen „Schrägaufzug“. Und zwar vom Plateau aus, auf dem die Kuckuckshütte steht, direkt am Hang, wo keine Mauerreste der Burg vorhanden sind. „Da würde es sich gut einfügen“, meinte der stellvertretende Ortsvorsteher Stephan Lölkes. Dann ging die Gruppe über den schmalen Pfad zum Tor und betrat über die Treppen das Burginnere - bis auf einen: Karl Zissel, der mit seinem elektrischen Rollstuhl gehandicapt war und so das Paradebeispiel für jene Gruppe bildete, denen ein Aufzug weiterhelfen würde. Schließlich möchte Diehl auf der Burg die Theaterspielfläche durch eine deutliche Sandsteinabgrenzung wieder herstellen lassen damit dort wieder schöne Freilichtaufführungen aller Art geboten werden können. „Das kann natürlich nur in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege geschehen, sagte sie. Die Mellnauer hoffen, dass ein Aufzug oder was auch immer, über Förderprogramme zu finanzieren geht. Ihnen ist auch klar, dass ein Aufzug kaum unbeaufsichtigt bleiben kann und somit möglicherweise nur an bestimmten Veranstaltungstagen benutzt werden kann. Aber das sei immer noch besser, als gehandicapte Menschen generell auszuschließen.

Mellnauer wollen K1 nach Simtshausen weiter nutzen

Nach der Burgbesichtigung eröffnete Niels Jansen, als Parlamentsvorsteher der eigentliche Gastgeber der Bürgerversammlung, im Dorfgemeinschaftshaus die Diskussion und Formulierung weiterer Wünsche und Anregungen. Irritiert zeigten sich die Mellnauer über den schlechten Zustand der K1 in Richtung Simtshausen. Sie hoffen, dass diese Straße bald grundhaft saniert wird. Im Zuge des Baus der B 252 neu soll jedoch diese Straße abgestuft werden. Nun möchten die Mellnauer darauf drängen, dass sie auf jeden Fall als zweite Zufahrt zu ihrem Dorf erhalten bleibt - allein aus touristischer Sicht, aber auch aus Sicht der vielen Dorfbewohner, deren Arbeitsstellen nördlich liegen. „Es macht doch verkehrstechnisch überhaupt keinen Sinn, Mellnauer, die nach Frankenberg wollen über Wetter fahren zu lassen“, meinte Margot Diehl.

Stadt soll etwas für Dorfentwicklung tun

Generell sieht der Ortsbeirat jetzt auch die Stadt Wetter und das Parlament gefragt, etwas für die Entwicklung ihres Dorfes zu tun. Ortsbeiratsmitglied Andreas Ditze meinte, dass es dem Dorflädchen nicht so gut gehe, die nicht gewünschte Windkraftfläche noch im Raum stehe und selbst der Verbleib der Grundschule nicht sicher sei. Es sei auch wichtig, eine gute Mobilität zum und aus dem größten Stadtteil sicherzustellen, gerne auch über ein Bürgerbus-Angebot. Es gehe darum, dass Wohnen in Mellnau attraktiv bleibe. Ein Weg, Attraktivität beziehungsweise Lebensqualität zu steigern, sei durchaus auch der gesuchte Schulterschluss mit den benachbarten Stadtteilen Oberrosphe und Unterrosphe, hieß es aus Reihen der Kommunalpolitiker. So könnten sich die drei Dörfer als „Wetter-Ost“ vermarkten, zumal es schon jetzt viele Berührungspunkte gebe und die Feuerwehren wohl auch räumlich zusammengelegt werden sollen. Zur Gefahrenabwehr in eigener Sache plädiert der Ortsbeirat dafür, die K1 von Wetter aus, mindestens von der ehemaligen Kompostierungsanlage aus, mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung zu belegen, weil es ab dort zu sehr vielen Unfällen mit Rehen gekommen sei.

von Götz Schaub

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