Ein Blick ins E.on-Umspannwerk Marburg-Süd.
Caldern. Die Bandagen im Ringen um den Stromnetzbetrieb in Lahntal werden härter: Wenige Tage vor der Entscheidung über die Neuvergabe der Stromkonzession sorgte der bisherige Betreiber E.on Mitte am Dienstagabend bei einer Info-Veranstaltung in Caldern für einen Paukenschlag: Sollte die Gemeinde Lahntal sich erneut für E.on entscheiden, will der Konzern dort einen Planungsstandort mit 25 Mitarbeitern ansiedeln. Das bedeute eine jährliche Erhöhung der Gewerbesteuerzahlung von etwa 130.000 Euro, so Jörg Hartmann, Leiter des E.on-Regionalzentrums Süd. Darüber hinaus erwägt E.on, den Marburger Standort Gisselberg zu schließen. Hartmann begründete das mit der Aktivität der Stadtwerke Marburg im E.on-Gebiet: "Wir sehen dann keinen Grund, warum wir in Marburg die Gewerbesteuer zahlen sollen." Die Stadtwerke sind eine 100-Prozent-Tochter der Stadt Marburg.
von Michael Agricola
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Kommentare
kommentar michael – 06.10.10
das netz an sich reißen, oder wie es wohl in der realität aussieht: e.on für millionen das netz abkaufen...Rekomualisierung mino – 01.10.10
Es hört sich ja ganz gut an, gewinne rekomunalisieren, aber was passiert eigentlich wenn die netze mal devizitär aufgrund hoher anstehender investitionen im rahmen des netzausbaus werden? Ein konzern wie eon stört sich an 2 oder 3 millionen kosten wohl kaum, aber was passiert wenn eine gemeinde wie das lahntal aufeinmal zig millionen für den netzausbau in marburg zuschießen muss??Eon MRler – 16.06.10
Es IST Erpressung. Die Gemeinden sollten die Energieversorgung tunlichst wieder an sich reißen und von den ganzen Giganten autonomer werden.Ein Teil des Kommentars wurde von der Redaktion entfernt. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen für Leserkommentare am Seitenfuß.
Strom Marco – 16.06.10
Was e.on macht klingt für mich nach Erpressung!