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Drei Läden für Bürgeln

Votum für Nahversorgungszentrum Drei Läden für Bürgeln

Bürgeln wird wohl sein lange gewünschtes Nahversorgungszentrum bekommen. Bald sollen die Kunden nach dem Willen des Investors neben dem Bürgerhaus einkaufen können.

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Lebensmittel einkaufen im eigenen Dorf: Bürgeln könnte noch in diesem Jahr zu den Orten im Landkreis gehören, wo dies möglich ist.

Quelle: Oliver Berg

Cölbe. Der Umwelt-, Bau- und Planungsausschuss der Gemeindevertretung stimmte ohne Diskussion mehrheitlich für den Bebauungsplan mit Vorhabensbezug und die Änderung des Flächennutzungsplans. Vorbehaltlich der Entscheidung der Gemeindevertretung, die kommende Woche tagt, will die Norma-Lebensmittelhandelsgesellschaft im Sommer mit dem ersten Spatenstich beginnen.

Bereits im Dezember 2013 hatte die Gemeindevertretung beschlossen, zugunsten des Zentrums eine Änderung des Regionalplans zu beantragen. Wegen Bedenken des Regierungspräsidiums wurde die geplante Verkaufsfläche des Lebensmittelmarktes von 1200 auf 1000 Quadratmeter reduziert. Angegliedert werden sollen ein Getränkemarkt und ein Tierfachmarkt mit je 750 Quadratmetern. Verzichtet werden soll auf das Sortiment eines Drogeriemarktes und eines Landhandels, die ursprünglich geplant waren, da im Gemeindegebiet bereits zwei Landhandelsbetriebe ansässig seien, so die Begründung zum Bebauungsplan.

Einstimmig fiel im Bauausschuss der Beschluss, für die „Schaffung der ökologischen Passierbarkeit am Roten Wasser im Bereich der Rondehäuser Mühle“ in der Gemarkung Schönstadt ein Grundstück zu erwerben. Wie Bürgermeister Volker Carle (parteilos) erläuterte, sei der Landkreis an die Gemeinde herangetreten mit der Bitte, die Projektträgerschaft zu übernehmen. Cölbe entstünden jedoch keine Kosten, da der Kreis die Finanzierung übernehme.

Wasser soll ein neuer Verlauf gegeben werden

Laut Auskunft von Bauamtsleiter Thomas Wagner soll dem Wasser ein neuer Verlauf gegeben werden, der bis zu zehn Meter breit mit Flach- und Tiefbereichen werden soll. Das Vorhaben erfolge innerhalb der Wasserrahmenrichtlinie und diene auch dem Hochwasserschutz, hob Wagner hervor.

Keine Mehrheit fand ein Antrag der Grünen, in der Straße am Schubstein in Cölbe auf Höhe des dortigen Altenheims Fußgängerfurten zu bauen. Michael Timme begründete das Anliegen seiner Fraktion mit der Notwendigkeit, das Gebiet für Menschen mit Rollatoren oder Rollstühlen passierbar zu machen.

Bürgermeister Carle betonte, dass eine seniorenfreundliche Gestaltung nur ohne Gehwege zu erreichen sei. Eine Umgestaltung könne über eine grundhafte Erneuerung erreicht werden. Wenn dafür Anliegerbeiträge wie bisher erhoben würden, müssten die Gemeinde als Anlieger mit dem Kindergarten und die Marburger GeWoBau als Eigentümer des Altenheims den größten Teil tragen.

Bei einer schnellen Einführung wiederkehrender Straßenbeiträge, bei denen alle Grundstückseigentümer eines Ortsteils zu den dort anstehenden Straßenbaumaßnahmen herangezogen würden, könne es auch darüber finanziert werden, so der Bürgermeister. Für den Ortsteil Cölbe, der den größten Bedarf an Straßenerneuerungen haben, sei noch in diesem Jahr eine Erhebung der Schäden geplant, danach könne hier über die wiederkehrenden Straßenbeiträge entschieden werden.

Für den Antrag stimmte letztlich nur Timme, Fraktionskollegin Carola Carius enthielt sich bei Ablehnung aller anderen Ausschussmitglieder.

von Heiko Krause

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