Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Regen

Navigation:
Die erste Bilanz kann sich sehen lassen

"Wetter ist uns wichtig" Die erste Bilanz kann sich sehen lassen

Wie vor einem halben Jahr vereinbart, trafen sich die Arbeitsgruppen der Initiative „Wetter ist uns wichtig“ in der Stadthalle zur Präsentation der ersten Ergebnisse. Und es gab einiges vorzustellen.

Voriger Artikel
Der letzte Faustschlag ist einer zuviel
Nächster Artikel
Frontalzusammenstoß sorgt für Stau-Chaos

Rund 80 Besucher hörten sich am Freitagabend die Zwischenbilanz der Arbeitskreise von „Wetter ist uns wichtig“ an. Ein Projekt ist der Laufzirkel im Wollenberg.Fotos: Heinz-Dieter Henkel

Wetter. Mehr als 80 Bürgerinnen und Bürger, mehrheitlich selbst in einer der vier Arbeitsgruppen enga­giert, hatten sich in der Stadthalle eingefunden, um den neuesten Stand der unterschiedlichen Aktivitäten zu erfahren.

Von „bereits verwirklicht“ über „das soll jetzt regelmäßig durchgeführt werden“ oder „das müssen wir an dieser Stelle an die Politik übergeben“ bis hin zu „das haben wir bisher noch nicht anpacken können“ war alles dabei.

Sehr detailreich und mit vielen Fotos versehen informierte der Sprecher des Arbeitskreises Verkehr, Rüdiger Waldmann, der im besonderen Maße die Verkehrssicherheit der Schulkinder im Blick hatte. Er konnte berichten, dass ein Zebrastreifen bereits ausgebessert wurde.

Wie viele der zahlreichen Verbesserungsvorschläge der Arbeitsgruppen umgesetzt werden können, ist noch ungewiss. Nicht in jedem Falle ist ausschließlich die Kommune für die Verkehrssicherheit auf den Straßen zuständig. „Wir bleiben im Dialog“, versprach Bürgermeister Kai-Uwe Spanka und verwies dabei auf die zuständige, übergeordnete Aufsichtsbehörde, die häufig anderer Meinung sei.

Weit fortgeschritten sind die Aktivitäten des Arbeitskreises „Soziales Stadtgefüge und Ehrenamt“. Unter dem Titel „Gemeinsam schmeckt es besser“ trafen sich zur Premiere mehr als 60 Einwohner in einem lokalen Restaurant, um zu einem Festpreis gemeinsam Mittag zu essen. Inzwischen wollen sich mehrere Restaurants an dieser Aktion beteiligen.

Neu soll ein weiteres Angebot zum gemeinsamen Kaffeetrinken (mit Kuchenessen) zum Festpreis am morgigen Dienstag im Eiscafé Dolomiti installiert werden. Hierzu ist, wie beim Mittagessen, eine Voranmeldung nötig.

Ein weiterer Schwerpunkt dieser Arbeitsgruppe ist die im Aufbau befindliche „Nachbarschaftshilfe Wetter“. Nach vielen Informationsgesprächen und Sitzungen der AG liegen jetzt Satzung und Geschäftsordnung zur Beschlussfassung vor, in der Mitgliedsvoraussetzungen und -beiträge, Tätigkeitsbereiche sowie Abrechnungsmodi festgelegt sind.

Das vereinsorientierte Projekt der „Erstellung eines Jahreskalenders“, in dem die wichtigsten Veranstaltungen der Vereine der Stadt Wetter eingedruckt werden sollen, steht vor dem Abschluss. „Sollten wir den Kalender nicht drucken lassen können, werden wir ihn online stellen“, versicherte Astrid Wagner und verwies darauf, dass die umfangreiche Arbeit des Zusammenstellens der Termine keinesfalls umsonst gewesen sei.

Ganz konkrete Formen hat ein erstes Projekt des Arbeitskreises „Kernstadt“ angenommen. Dieser will die Idee eines begehbaren Bücherschranks in Wetters Ortsmitte umsetzen. Hier sollen in einem kleinen Holzhäuschen gespendete Bücher ausgeliehen beziehungsweise getauscht werden. Noch ist ungeklärt, wie dieses Projekt in die derzeitige gemeinsam mit der Wollenbergschule betriebene städtische Bücherei eingebunden wird. In jedem Falle sollen die Bücher wieder näher an die Einwohner herangebracht werden - derzeit befindet sich die Bücherei bei der Wollenbergschule, nicht direkt im Stadtkern. Die Planer des Arbeitskreises haben „Göbels Gärtchen“ als möglichen Standort angedacht. Ziel ist die Verwirklichung bis Mitte kommenden Jahres.

Bereits abgeschlossen sind die Planungen zum Projekt „Laufzirkel“. Die Strecken für Rad­fahrer, Läufer, Walker, Nordic Walker und Wanderer im Wollenberg sind abgestimmt und visualisiert (siehe Karte). Sabine Kaiser, die federführend das Projekt betreute, konnte die Routenplanung mit Karte an die Politik zur Abstimmung mit „Hessen Forst“ übergeben.

Der Idee, „das Leben an der Wetschaft“ zu intensivieren, steht dagegen offenbar das europäische Auenschutzprogramm, zu dem auch die Talaue der Wetschaft gehört, rechtlich massiv entgegen. Bauliche Veränderungen sind deswegen nur schwerlich möglich und kosten zudem Geld.

Zum Teilprojekt „Leerstand in der Innenstadt“ werden derzeit die Besitzer der Gebäude über ihre Absichten befragt. Es hat sich herausgestellt, dass es besser ist, diese Befragung durch Bekannte der Eigentümer durchzuführen zu lassen. Ergebnisse stehen noch aus.

In Arbeit und unterschiedlich weit vorangekommen sind die Themen Wochenmarkt, öffentliche Parkplätze, Nahverkehrsanbindung, eine Kundenbefragungsaktion von Käufern in Wetter sowie mögliche Standorte für in Caravans übernachtende Gäste.

Und obwohl die Liste der noch nicht angegangenen Projekte mindestens ebenso lang ist wie die der bereits in Angriff genommenen, ziehen die Aktiven auch neue Motivation aus dem, was bisher schon, in nur einem halben Jahr, bewegt wurde.

von Heinz-Dieter Henkel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr