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Die Linke mischt Wetter auf

Trends für den Nordkreis Die Linke mischt Wetter auf

Die Trendergebnisse für die Kommunalwahlen im Nordkreis haben zwei Überraschungen zu bieten: In Münchhausen fährt die Unabhängige Grüne Liste ein starkes Ergebnis ein, in Wetter verdoppelt Die Linke laut Trend ihr Ergebnis von 2011.

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Für die Trendergebnisse wurden zunächst die Wahlzettel ausgezählt, auf denen nur Listenkreuze gemacht wurden.

Quelle: Nadine Weigel

Nordkreis. Lahntal:

Hier bahnt sich eine Überraschung an. Die Bürgerliste Lahntal kann laut Trend ordentlich zulegen und die Grünen, mit denen sie bis dato gleichauf waren, weit abhängen. Das Grünen-Hoch nach der Fukushima-Katastrophe ebbt deutlich wieder ab. Die Bürgerlichen legen laut Trend um neun Prozent zu. Das lässt in der Tat auch nach Auszählung der weiteren Stimmen ein stark verbessertes Ergebnis erwarten. Die SPD gibt wie schon 2011 wieder etwas nach, ist mittlerweile weit von der einst vorhandenen absoluten Mehrheit entfernt. Die CDU scheint indessen auf der Stelle zu treten; kann sich möglicherweise leicht verbessern, läuft aber Gefahr, hinter die Bürgerlichen zu fallen.

Wetter:

Die SPD wird nach dem Trend stärkste Fraktion bleiben. Etwas verbesserte 44,7 Prozent weist der Trend auf. Die CDU scheint sich als zweitstärkste Kraft nur minimal zu verbessern (30,1 Prozent), die eigentlichen Veränderungen finden bei den anderen Parteien statt. Die Linke verdoppelt laut Trend ihr Ergebnis, liegt derzeit bei 10,8 Prozent. Die Grünen hingegen verlieren vier Prozent und stehen bei 12,2 Prozent. Die FDP bleibt Schlusslicht und verliert obendrein. Der Trend sieht sie bei 2,3 Prozent.

Münchhausen:

Die UGL, die Unabhängige Grüne Liste, darf sich in Münchhausen nach dem Trend-Ergebnis über mehr als eine Verdopplung ihres Ergebnisses von 2011 freuen: 22.1 Prozent. Die CDU hingegen liegt derzeit mit 33,7 satte zehn Prozent hinter dem Ergebnis von 2011 zurück. Bleibt noch die Hoffnung, dass die CDU-Wähler mehr kumuliert und panaschiert haben als die Wähler der UGL. Doch ob das nochmal zehn Prozent ausmacht? Die SPD steht bei 42 Prozent und darf sich der Hoffnung hingeben, deutlich stärkste Fraktion zu werden.

Cölbe:

1 176 von 2 542 Wählern haben bei der Wahl zum neuen Gemeindeparlament nur ein Kreuz für eine Partei gemacht und bilden somit das Trendergebnis bei einer Wahlbeteiligung von insgesamt 46,5 Prozent. Wie anderenorts verlieren die Grünen, gewinnen die Bürgerlichen, hier die Bürgerliste Cölbe, die schon fast nicht mehr antreten wollte. Der Trend sieht die Bürgerliste bei 19,2 Prozent, 14,5 waren es 2011 im Endergebnis. Die Grünen liegen derzeit bei 22,6 Prozent. Die SPD, seit vielen vielen Jahren immer stärkste Kraft im Parlament, kann offenbar noch mal zulegen, um gute drei Prozent auf nunmehr 33,5 Prozent. Die CDU hält ihre Zahl vor dem Komma: 24 Prozent.

von Götz Schaub

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