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Die Grenzen verbinden heute friedliche Nachbarn

Münchhausen Die Grenzen verbinden heute friedliche Nachbarn

Sehr gute Beteiligung und mehrere Stunden Sonnenschein: die erste Etappe des Grenzgangs war ein Auftakt nach Maß.

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Münchhausen. An die 700 Menschen bewältigten gestern den ersten Abschnitt der Grenzbegehung. Die meisten zu Fuß, einige auf Treckergespannen, wenige zu Pferde. Uli Mengel, Vorsitzender des Grenzgangvereins, freute sich über die Beteiligung, die stärker als vor sieben Jahren ausfiel.

Er begrüßte die Teilnehmer am Sportplatz auf Deutsch und Englisch. Der Grund dafür: anlässlich des Grenzgangs waren 16 Gäste aus Australien und zwei aus den USA angereist, zum Teil Nachfahren von im 19. Jahrhundert ausgewanderten Münchhäusern.

Landrätin Kirsten Fründt, die die Schirmherrschaft über das Fest übernommen hatte, betonte, dass heute im Gegensatz zu früheren Zeiten Grenzen bei uns eher etwas Verbindendes als etwas Abgrenzendes seien. Bei ihrem ersten „amtlichen“ Grenzgang konnte sie nicht nur die nördlichen Teile ihres „Reiches“ in Augenschein nehmen, sondern musste auch ihre Trinkfestigkeit unter Beweis stellen.

Vor dem Start wurde das erste Mal angestoßen. Wieder gefüllt wurden die Gläser beim „Hubschen“ des Ernsthäuser Ortsvorstehers Frank Kleinwächter am Grenzstein, der den Übergang zu Ernsthausen, dem Kreis Waldeck-Frankenberg und dem Regierungsbezirk Kassel markiert und am Frühstücksplatz bei Ernsthausen. Dort wurde die Landrätin als zweite an diesem Tag auf einen Grenzstein gehoben. Diese Ehre wurde noch anderen Personen des öffentlichen Lebens zuteil, wie Bürgermeister Peter Funk und seinen Kollegen der Nachbarkommunen. Auch Altbürgermeister Wilfried Carle war darunter, der sich freute, dass alle Schüler mitgelaufen waren. Er vermisste aber die Kindergartenkinder.

Besonders anschaulich wurde die seit dem letzten Fest vergangene Zeit, als sich Rudi Heck mit Tochter Mia hubschen ließ. Diese war damals das Grenzgangbaby gewesen, heute besucht sie die zweite Schulklasse. Pünktlich erreichten alle den Rastplatz Wollmar und ließen bei Musik vom Duo „Bado‘s“ den Tag gemütlich ausklingen. Heute wird der zweite Teilabschnitt begangen. Treffpunkt: 9 Uhr am Ortsausgang Richtung Battenberg, „Alte Lohmühle“.

von Manfred Schubert

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