Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 13 ° Regen

Navigation:
Deutsch lernen mit Kinderbüchern

Cölber Bücherei Deutsch lernen mit Kinderbüchern

Speziell an Flüchtlinge richtet sich das Angebot der Bücherei, die in Zusammenarbeit mit dem Lerntreff des Cölber Arbeitskreises Flüchtlinge (CAF) Deutschlernmaterialien angeschafft hat.

Voriger Artikel
Fünf Listen kämpfen um Wählerstimmen
Nächster Artikel
Keine weiteren Beraterstellen schaffen

Das neue Angebot wurde gut angenommen:  Der Syrer Radwan Alkahbaz (links) lieh sich einen Band der Deutschkursmaterialien aus, daneben eine Frau sowie eine Mutter mit ihren Töchtern, die aus dem Iran stammen und schon lange in Cölbe leben.

Quelle: Manfred Schubert

Cölbe. Wörter- und Lehrbücher, Grammatiken und leichte Deutschlektüren waren aber nicht die einzigen Bücher, die die Zielgruppe unter den 20 Teilnehmern der Einführungsveranstaltung interessierten. Viele schauten sich in der Kinderbuchabteilung um. Bildwörterbücher, Erstlesebücher oder Uhrzeit-Lernbücher für Kinder waren ebenfalls begehrt, nicht nur bei denen, die Nachwuchs haben. 13 Neuanmeldungen nahm Carmen Nüsing, die zusammen mit Angelika Konnerth die Bücherei leitet, an diesem Abend entgegen, danach konnten die neuen Nutzer, insgesamt sind derzeit 650 angemeldet, gleich die ersten Bücher ausleihen.

Flüchtlinge und Migranten erkunden Bücherei

Nicht nur Flüchtlinge, sondern auch Migranten, die schon seit längerem in Cölbe wohnen, beispielsweise eine aus dem Iran stammende Familie, nutzten die Gelegenheit, um die Cölber Bücherei für sich zu entdecken.

Radwan Alkahbaz zum Beispiel besucht derzeit den Deutschkurs für Anfänger, entlieh aber den zweiten Band des Lehrbuches. „Ich will schon mal sehen, wie es weitergeht“, sagte der Mann, der vor sieben Monaten aus Syrien geflohen ist. Vier Monate habe er für den Weg über den Libanon, die Türkei, Griechenland, Mazedonien, Serbien und Ungarn bis nach Deutschland gebraucht. 14 Tage verbrachte er in der Erstaufnahme in Gießen, dann kam er nach Cölbe. „Hier sind die Menschen sehr freundlich, wie eine Familie“, erklärte er. Noch antwortet er in flüssigem Englisch, obwohl er schon vieles auf Deutsch versteht.

Linda Dickert betonte: „Es heißt immer, die Flüchtlinge sollen sich integrieren. Aber wir müssen auch etwas dafür tun. Wenn ich mir vorstelle, ich käme nach Syrien, dann wüsste ich anfangs auch nicht, wie es weitergeht.“

von Manfred Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr