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Der Weg ist für alle zu bewältigen

Grenzgang Münchhausen Der Weg ist für alle zu bewältigen

Alle sieben Jahre marschieren junge wie alte Münchhäuser mit ihren Gästen durch die Felder und Wälder, immer entlang der MünchhäuserGemarkungsgrenze. Übermorgen geht es wieder los. Münchhausen. Morgen Abend wird das Fest um 20 Uhr mit der Totenehrung auf dem Christenberg eröffnet. Am Freitag beginnt gegen 9 Uhr die erste Etappe entlang der Grenze in Richtung Ernsthausen.

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Das historische Foto zeigt Teilnehmer beim Münchhäuser Grenzgang im Jahr 1930.Privatfoto

Münchhausen. Besonders eilig haben es die Münchhäuser auf ihrem Weg aber nicht. Die älteren Landwirte nehmen sich die Zeit, Äcker zu begutachten, Naturliebhaber bleiben in Abständen stehen, um die Aussicht zu genießen; sogar Sänger finden sich in Wald und Feld zusammen, um gemeinsam ein Lied zu singen.Auf Schleppern folgen die kleineren Kinder aus Kindergarten und Schule sowie die Älteren, die den Fußmarsch nicht mehr oder nicht mehr komplett bewältigen können. Jeder, der am Grenzgang teilnehmen möchte, hat diese Möglichkeit. Es ist somit ein wahres Fest „von Münchhäusern für Münchhäuser und Freunde“. Die sechs Grenzgangsburschen (siehe unten) tragen blaue Hessenkittel und Hüte, die mit farbigen Tüchern geschmückt sind. Sie führen den Zug an, achten darauf, dass die Menschenmenge nicht abreißt, und reichen die Hand an Brücken und bei Abstiegen. An den Grenzsteinen, die die Gemarkungsgrenzen markieren, „hubschen“ (heben) die Grenzgangsburschen Wanderer auf den Stein. Ein „Ausrufer“ (auch dieses Mal sind es die beiden Moderatoren Regina Briel und Willi Parr) stellt die gehubschten Bürger mit einer meist witzigen Anekdote vor.

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