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Den Einbahnstraßenorden gibt‘s nur hier

Helau beim MGV Den Einbahnstraßenorden gibt‘s nur hier

Großartige Tanzdarbietungen, treffsichere Büttenreden und witzige Aufführungen: die Faschingsfeier des MGVin Oberrosphe war höchst unterhaltsam.

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Die Landfrauen zeigten sich erneut musikalisch und gaben ein Blaskonzert der besonderen Art.

Quelle: Manfred Schubert

Oberrosphe. Auch in diesem Jahr verteidigte der Männergesangverein mit seiner Faschingsfeier erfolgreich den Ruf Oberrosphes als Hochburg des närrischen Treibens. Riesenstimmung herrschte am Samstagabend unter den 300 Gästen im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus. Sie unterhielten­ sich bestens während des aus neun Auftritten bestehenden,­ knapp dreistündigen Programms, durch das Harald Kunz und Till Conrad in bewährter Weise als „Wildecker Herzbuben“ führten.

Die Oberrospher Tanzgarde eröffnete den Abend schwungvoll, dann kam auch schon der erste Brüller. Die Landfrauen, die im Vorjahr ein Konzert auf Luftballons gaben, hatten sich diesmal auf klassische Blechblasinstrumente verlegt und integrierten durch ihr zauberhaftes Blasen­ einen jungen „Mann“ in ­ihrer Mitte.

Begeisterungsstürme ernteten die Burgwaldskälwer für ihren mitreißenden und bis in die Haarspitzen durchchoreographierten „Tanz der Vampire“.

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Kriminell wurde es mit den „Wölfen“ alias Silke Wolf und Andrea Fichtner. Sie hatten erfolgreich eine­ Bank überfallen, aber nun das Problem: Wohin mit dem toten Wachmann im Kofferraum? Vielleicht ins Heizkraftwerk, dann habe ja das ganze Dorf etwas von der Biomasse.

Die Stausebächer, eine Gruppe der dortigen Burschenschaft, führte mit akrobatischem Geschick und Humor vor, wie es (angeblich) auf deutschen Baustellen zugeht.

Tobias Kunz trat erstmals seit drei Jahren, nun in seiner Funktion als jüngster Ortsvorsteher Oberrosphes, in die Bütt und zog ein närrisches Resümee seines ersten Amtsjahres. Das reichte vom örtlichen Geschehen bis zum neuen US-Präsidenten, aber auch sich selbst nahm er von Kritik nicht aus und rief die Menschen zum Zusammenhalt im „schönsten Ort der Welt“ auf.

Burgwaldskälwer beeindrucken mit Choreographie

„Lästermaul“ Susanne Werner­ ließ in gewohnter Weise das Dorfgeschehen Revue passieren und nahm Missgeschicke von Bewohnern und Politik sowie moderne­ Kommunikations-Unsitten aufs Korn. Bürgermeister Kai-Uwe Spanka­ hatte geahnt, dass Susi „die kürzeste Einbahnstraße der Welt, an die sich keiner hält“, nicht ungeschoren davonkommen lassen würde. Er trat erstmals, als Überraschungsredner, in die Bütt. „Im elften Jahr ertrag ich‘s nun, mir diesen Abend anzutun“, begann er und endete damit, dass er Susi eines der im Januar abmontierten Schilder als „Orden“ umhängen ließ.

Höchst sehenswert war wieder der Auftritt der Burgwaldskälwer. Sie hatten erneut Monate unter Tanzleiterin Najeth Salomon geübt und ernteten Begeisterungsstürme für ihren mitreißenden und bis in die Haarspitzen durchchoreografierten „Tanz der Vampire“.

Der traditionelle Schlusspunkt, das Oberrospher Männerballett, zeigte diesmal einen wilden Flug nach Mallorca mit all seinen Auswüchsen. Die Zugabe leitete zum gemeinsam getanzten Finale der Akteure des Abends über, an dem sich auch die Zuschauer beteiligten.

von Manfred Schubert

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