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Dachstuhl ist besondere „Hausnummer“

Kirchensanierung in Warzenbach Dachstuhl ist besondere „Hausnummer“

Die Renovierung der Martin-Luther-Kirche schreitet voran. So ist der Dachstuhl des Turms des Warzenbacher Wahrzeichens saniert und außen neu geschiefert worden.

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Heinz Schmidt (Kirchenältester), Cornelia Thiel (Landesamt), Norbert Janker, Architekt Michael Schneider-Lange, Dr. Bernhard Buchstab und Helmut Kombächer präsentierten vor der Kirche mit dem sanierten Turm den in neuem Gold erstrahlenden Hahn für das Dach.

Quelle: Heiko Krause

Warzenbach. In den kommenden Tagen werden laut Auskunft von Norbert Janker, Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde, die Gerüste abgebaut. Im ersten etwa 80.000 Euro teuren Bauabschnitt sei 2012 das Dach des Kirchenschiffs saniert worden, berichtete er. Jetzt sei der zweite Bauabschnitt mit der Konstruktion auf der Turmmauer fertig.

Die Kosten dafür bezifferte der Pfarrer auf 150.000 Euro. Das Geld stamme zum größten Teil aus Mitteln der Landeskirche, bei der auch die Finanzierung der Fassaden im kommenden Jahr beantragt, wenn auch noch nicht bewilligt, sei.
Dr. Bernhard Buchstab vom Landesamt für Denkmalpflege sagte für die Fassade auch einen Zuschuss seiner Behörde zu. 80.000 Euro habe sie für den Turm beigesteuert.

„Der Dachstuhl ist eine besondere Hausnummer“

Und dass die Dachstuhlsanierung so teuer sei, habe seinen Grund. „Der Dachstuhl ist eine besondere Hausnummer“, hob Buchstab  hervor. Sei er in Kirche und Turm doch seit seinem Bau im Spätmittelalter nahezu unverändert, eine absolute Ausnahme. Da müsse mit besonderer Sorgfalt gearbeitet werden. „Es handelt sich um eine ganz bedeutende Kirche in der Region.“ Aufgrund von Untersuchungen des Holzes sei der Aufbau des Turms etwa 1380 erfolgt, so Buchstab. Der Turm selbst sei noch älter.

Das Kirchenschiff sei mit Dach wohl am Stück um 1360 gebaut worden. Eventuell habe ein Vorgängerbau bereits an dem Grundbau des Turmes bestanden. Ganz wichtig, so Buchstab, sei, dass das Holz nun durch den neu aufgebrachten Schiefer vor Nässe geschützt sei. Auch die Sanierung der Fassade im kommenden Jahr sei unerlässlich, um das Denkmal zu erhalten. Der Hahn des Kirchturms ist neu vergoldet worden. Verantwortlich zeichnete dafür der Warzenbacher Helmut Schmidt.

Innensanierung soll in 2017 erfolgen

Wie Pfarrer Janker berichtete, soll im Jahr 2017 abschließend die Innensanierung erfolgen. Mit Fassade würden zusammen wohl noch einmal 200.000 Euro benötigt. Das Geld für den Innenraum müsse aber alleine von der Gemeinde aufgebracht werden, daher habe sich ein Förderverein gegründet. Wie dessen Vorsitzender Norbert Kombächer ausführte, wirke der Raum derzeit nicht sehr einladend. Renovierungen von Decken und Wänden, Neuanstrich des Kirchengestühls, Erneuerung der Heizungsanlage und eine Überholung der Orgel seien nötig.

Der Verein suche noch zusätzliche Unterstützer, um Finanzierungslücken schließen zu können. Informationen gibt es im Internet unter www.foerderverein-mlk-warzenbach.de.

von Heiko Krause

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