Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Cölber wollen vom Landkreis Erstattung für Betreuung

Betreuungsangebot für Grundschüler Cölber wollen vom Landkreis Erstattung für Betreuung

Die Grünen und die Bürgerliste Cölbe zeigten sich vom Landkreis enttäuscht, dass der für Betreuung zuständige Fachbereichsleiter die Einladung des Cölber Ausschusses für Sport, Kultur und Soziales nicht annehmen durfte.

Voriger Artikel
Synoden bitten gemeinsam um Mittel
Nächster Artikel
SPD sauer wegen Brief des Landkreises

Grundschüler werden in vielen Kommunen nachmittags zum Teil auch in Kindergärten betreut.

Quelle: David Ebener

Cölbe. In der jüngsten Gemeindevertretersitzung, die in Reddehausen stattfand, beschloss das Cölber Parlament auf Antrag der Fraktionen Bündnis 90 / Die Grünen und der Bürgerliste Cölbe, dass die Gemeinde vom Landkreis Marburg-Biedenkopf als Träger und Leistungsempfänger des kommunalen Finanzausgleichs die Erstattung der Kosten für die Betreuung von Grundschulkindern in den kirchlichen und kommunalen Kindertagesstätten in Cölbe einfordern soll.

Für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat die Gemeinde Cölbe für Grundschulkinder ein Betreuungsangebot in Kindergärten eingerichtet. Die Finanzierung geht mit Ausnahme von Elternanteilen allein zu Lasten der Gemeinde. Eine klare Regelung der Zuständigkeiten gibt es derzeit noch nicht.

Nun steht die Gemeinde Cölbe vor dem Problem, dass die Finanzierung der Betreuung als freiwillige Leistung deklariert werden könnteund im Sinne der vom Landkreis geforderten Haushaltskonsolidierung eigentlich nicht aufrecht erhalten werden dürfte.

"Einheitliche Kriterien" gefordert

Grüne und Bürgerliste sagen: „Die nicht ausreichend im Finanzausgleich berücksichtigte Gemeinde Cölbe, die die Notwendigkeit der Betreuung gesehen hat und entsprechend tätig geworden ist, wird dadurch ins finanzielle Abseits gestellt.“
Weiter heißt es: „Hier müssen dringend einheitliche Kriterien für die Zuständigkeit, die Qualität der Wahrnehmung und Finanzierung dieser gesellschaftlich sehr wichtigen Aufgabe gefunden werden.“

Um sich weiter zu informieren, so Ute Hoppe von den Cölber Grünen, habe man beim Kreis angefragt, ob denn der vom Thema her zuständige Fachbereichsleiter des Landkreises mal in den Cölber Ausschuss für Sport, Kultur und Soziales kommen könnte. Dies wurde von Landrätin Kirsten Fründt nicht gestattet.

Hoppe sagt: „Ich ärgere mich über diese Reaktion.“ Und Werner Bodenbender von der Bürgerliste führte aus: „Es ist schon ein seltsames Vorgehen und kein schöner Zug des Landkreises, wenn er uns Fachleiter nicht in den Ausschuss schicken will, die uns vielleicht Möglichkeiten aufzeigen können.“

Antwort des Landkreises hilft nicht weiter

Bleibt nur noch die Frage nach dem „warum nicht“. In einem Antwortschreiben von Kirsten Fründt an die Gemeinde Cölbe Mitte September heißt es, dass die Gründe schon mit Schreiben vom 30. Juni mitgeteilt wurden. Das hilft auch nicht richtig weiter. Also stellte die OP eine Anfrage an den Landkreis, warum der Fachbereichsleiter nicht in den Ausschuss kommen darf.

Allein, die Antwort entsprach exakt dem Wortlaut des Briefes an die Gemeinde Cölbe. Daraus lässt sich nur ableiten, dass Verwaltungsmitarbeiter nur in Ausnahmefällen an Diskussionen in den Gremien der Gemeinde teilnehmen können und ein solcher Ausnahmefall hier nicht gegeben war, „da es sich offensichtlich um widerstreitende Interessen zwischen den unterschiedlichen Gremien der Gemeinde Cölbe und des Landkreises handelt“.

Die Betreuung in den Cölber Kindergärten ist bis 16.30 Uhr gewährleistet. Der Landkreis selbst finanziert ein Betreuungsangebot für Grundschulkinder wie etwa an der Grundschule Lindenschule Cölbe bis 15 Uhr.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr