Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Cölber Radwegenetz wird vollendet

Radweg für Reddehausen Cölber Radwegenetz wird vollendet

Die frühe Radsaison beginnt in Cölbe mit einer positiven Nachricht. Der Radweg zwischen Reddehausen und Bernsdorf wird nun doch gebaut, wenn auch erst einmal als Schotterweg mit wassergebundener Decke.

Reddehausen. Seit einigen Tagen ist die Firma Hainmüller aus Mengsberg damit beschäftigt quasi auf einem Bergkamm einen Weg so herzurichten, dass er später bequem als Rad- und Fußweg genutzt werden kann. An den Gesamtarbeiten beteiligte sich auch der Kommunale Bauhof Lahntal-Wetter-Cölbe.

„Für die geplante Radwegeverbindung zwischen den Ortsteilen Bernsdorf und Reddehausen waren umfangreiche Planungen und Variantenuntersuchungen sowie Gespräche mit den betroffenen Grundstückseigentümern notwendig, um die nun zur Ausführung kommende Variante zu finden“ erläutert Carle. Um so glücklicher ist er, dass da Projekt nun umgesetzt werden kann.

Ursprünglich sollte der Radweg entlang des Reddehäuser Bachs angelegt werden, doch wurde diese Variante wieder verworfen. Als Ausgleich zum Radwegebau wird eine Sohlanhebung und Aufweitung des Reddehäuser Bachs, eine abschnittsweise Anhebung der Gewässersohle zwischen dem Wegedurchlass der Zufahrt Kläranlage und dem Straßendurchlass K5 zur Herstellung einer Durchgängigkeit, erfolgen.

Ausgleichsmaßnahmewird im Herbst umgesetzt

Die Baukosten hierfür werden voraussichtlich 20000 Euro betragen. Die Umsetzung der Ausgleichsmaßnahme soll im Herbst erfolgen. Ende 2011 mit allen Genehmigungen ausgestattet, hatte die Gemeinde Cölbe aber noch ein Problem aus dem Weg zu räumen. Das Ausschreibungsergebnis zuzüglich Planungs- und Vermessungskosten belief sich auf Gesamtkosten in Höhe von 220000 Euro.

Zu viel für eine Gemeinde mit unausgeglichenem Haushalt. Da auch die Kommunalaufsicht des Landkreises Marburg-Biedenkopf im Zuge der Vorbereitung des Haushaltssicherungskonzeptes und der Genehmigung der Investitionskreditaufnahme 2012 der Gemeinde Cölbe empfohlen hat, unter anderem auf die im Entwurf des Haushaltsplanes 2012 getroffene Mittelveranschlagung für die Baumaßnahme zu verzichten, wurde das Vergabeverfahren eingestellt.

Jagdgenossen machen Bau dann doch noch möglich

„Der Ausbau des Weges erfolgt jetzt umweltfreundlich und somit nachhaltig als Schotterweg mit wassergebundenen Decke durch die Jagdgenossenschaft Reddehausen“ erläutert Carle.

Die Baukosten werden voraussichtlich 68000 Euro brutto betragen und von der Gemeinde Cölbe, entsprechend der vereinbarten Zuschussregelung für die Durchführung von investiven Maßnahmen in der Feldgemarkung durch die Jagdgenossenschaften, als Zuschuss ausgezahlt. Die Rodungsarbeiten zur Trassenfreilegung sind außerhalb der Brut- und Setzzeiten durch den Zweckverband Kommunaler Bauhof erfolgt.

Der Bau des Radwegs soll voraussichtlich Mitte März abgeschlossen sein. Reddehausens Ortsvorsteherin Hildegard Otto freut sich, dass der Radweg buchstäblich auf den Weg gebracht wurde. „Was Reddehausen angeht, ist dies wirklich das i-Tüpfelchen. Wir haben den Wanderweg, den Lindenhof und nun auch die lang gewünschte Radanbindung.“ Ein Schotterweg für Radfahrer, ist das so wünschenswert? „Zunächst einmal besser als keiner“, sagte Carle, der selbst gern auf sein Rennrad steigt und natürlich weiß, dass Schotter nicht der idealste Untergrund ist. Er verspricht: „Eine endgültige Fertigstellung des Radweges soll durch Aufbringen einer Tragdeckschicht aus Asphalt zu einem späteren Zeitpunkt folgen.“

Der Weg ist auch nicht gerade ebenerdig, eher hügelig mit einigen Steigungen versehen. Angesichts der Alternative weiter auf der Straße fahren zu müssen, sei dies hinzunehmen, meint Carle und weist darauf hin, dass der Weg für ältere Mitbürger, die mit einem E-Bike ausgerüstet sind bequem zu befahren sei.

von Götz Schaub

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis