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Schönstädter tanzen und feiern bis in die Nacht

50. Geburtstag des Bürgerhauses Schönstädter tanzen und feiern bis in die Nacht

Viel Musik und zünftige Stimmung gab es beim bayerischen Abend des Bläserchors Schönstadt. Mit einem kleinen Festakt feierte der Ortsbeirat zudem den 50. Geburtstag des Bürgerhauses.

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Die Kinder und Jugendlichen der „Kernigen Kids“ unter Leitung von Jessica Lenz erfreuten die Besucher des Musikcafés.

Quelle: Manfred Schubert

Schönstadt. Rundum zufrieden zeigte sich Vorsitzender Wiegand Lang mit dem Verlauf des bayerischen Abends, den der Bläserchor Schönstadt am Samstag zum 50. Geburtstag des Bürgerhauses veranstaltete. „Das BGH war voll, die Stimmung bestens, so eine tolle Feier gab es schon lange nicht mehr“, freute er sich.

Die Blasmusik des Bläserchors kam bestens an, erst nach mehreren Zugaben übernahm DJ Price die weitere musikalische Gestaltung des Abends und auch ihm gelang es, den Geschmack der etwa 250 Gäste zu treffen. Schnell füllte sich die Tanzfläche, bis weit nach Mitternacht wurde getanzt und gefeiert.

Tanzgarde eröffnete Musikcafé am Nachmittag

Bereits am Nachmittag standen die Kinder und Jugendlichen bei einem Musikcafé auf der Bühne. Die blau-weiß gekleidete Tanzgarde des Karnevalsvereins „Hugos“ eröffnete mit einem flotten Auftritt zu „Rock me“ von Voxxclub. Das Jugendorchester Bläserkids unter Leitung von Meike Bonsa zeigte sein Können, anschließend spielten einige seiner Mitglieder unter Leitung von Dirigent Till Borchert Unterhaltungs- und Filmmelodien. Der Kinder- und Jugendchor „Kernige Kids“ erfreute unter Leitung von Jessica Lenz die etwa 150 Zuhörer mit fröhlichen Liedern wie der Pommesbuden-Polonaise.

Um 19 Uhr hielt der Ortsbeirat einen kleinen Festakt ab, in dem der frühere Ortsvorsteher Johannes Weber in einem bebilderten Vortrag über den Bau und die Entwicklung des Bürgerhauses sowie dessen Bedeutung für den Ort berichtete. Drei Jahre, nachdem die Idee einer „Kulturhalle“ für die damals noch eigenständige Gemeinde Schönstadt entstanden war, konnte am 3. Februar 1967 bereits die Einweihung des Hauses gefeiert werden. Lediglich 660 000 Mark hatte der Bau gekostet und war doch nicht nur für Feiern und Veranstaltungen, sondern auch für sportliche Nutzung geeignet.

 
Der frühere Ortsvorsteher Johannes Weber (von links), die in der Gemeindeverwaltung für die Bürgerhäuser zuständige Mitarbeiterin Anke Stark und dem Bläserchor-Vorsitzenden Wiegand Lang im für seine hervorragende Gestaltung oft gelobten Foyer des Bürgerhauses. Foto: Manfred Schubert

Dennoch war nicht billig gebaut worden, unterstrich Weber: Der damals eingebaute Schwingboden ist von hervorragender Qualität und bedurfte zwischendurch lediglich eines Nachziehens der Linien für die Ballsportarten. Das Bürgerhaus habe Schönstadt einen gewaltigen Schub nach vorne gegeben: Kurz nach der Einweihung gründeten sich neue Sportabteilungen des SV Schönstadt wie das Damen- und das Herrenturnen sowie 1970 der Tischtennisclub, dessen Damenmannschaft den Ort in ganz Hessen und darüber hinaus bekannt gemacht habe.

Im Zuge der Dorferneuerung wurde das BGH 1995 bis 1996 für 2,3 Millionen Mark saniert und erweitert und unter anderem durch verschiebbare Trennwände variabler nutzbar. Noch heute bezeichneten Besucher von außerhalb das Foyer als hervorragend gelungen, betonte Weber.

Bürgermeister Volker Carle hob hervor, dass das Bürgerhaus ein Ort des Lebens und des Treffens sei, in den die Schönstädter sehr viel selbst investiert und mitgestaltet hätten, beispielsweise die Bühne und die Theke.

von Manfred Schubert

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