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Heimatverein sucht „Montagsmaler“

Schönstädter feierten Bergfest Heimatverein sucht „Montagsmaler“

Mehr helfende Hände wünscht sich der Vorsitzende des Heimatvereins Schönstadt, um auch künftig die Ruhebänke und Schutzhütten instand­halten und Feste fürs Dorf veranstalten zu können.

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Trotz des wenig einladenden Wetters kamen etliche Besucher zum alten Wasserhochbehälter.

Quelle: Manfred Schubert

Schönstadt. Sie haben es wieder einmal geschafft: im strömenden Regen bauten die fleißigen Helfer des Heimatvereins am Freitagabend die Zelte auf, damit am Samstag mehr als 250 Gäste beim Jubiläums-Bergfest das 50-jährige Vereinsbestehen vor dem alten Wasserhochbehälter am Spielplatz im Trockenen feiern konnten, manche bis 5.30 Uhr am Morgen.

Dass es mit der Arbeit so gut klappe, sei nicht mehr selbstverständlich, machte der Vorsitzende des Heimatvereins, Horst Klingelhöfer, während des kleinen Kommers, mit dem das Fest eröffnet wurde, deutlich. Die 65 Mitglieder des im März 1967 in der Gaststätte Ruppersberg gegründeten Vereins seien mittlerweile im Durchschnitt älter als 67 Jahre. Damals noch „Heimat- und Verkehrsverein“ genannt, taten sie sich zusammen, um etwas für die Dorfverschönerung zu tun. Mit gutem Erfolg bis heute, unter anderem auch bei den Wettbewerben „Unser Dorf soll schöner werden“.

Heimatverein wünscht sich Unterstützung

Im Ort errichtete der Verein die kleine Parkanlage am unteren Bereich der Hebertsbach, baute­ vier Schutzhütten und mehr als 60 Ruhebänke, teils mit Tischen, an Feldwegen, markanten Straßenpunkten und dem Friedhof. Um deren Pflege und Reparatur kümmert sich der Heimatverein noch heute. Leider habe die Zahl der so genannten „Montagsmaler“ stark abgenommen. Im Moment seien­ es nur noch drei Helfer, die sich an Montagen ab 18 Uhr auf ­Arbeitseinsätze begeben. Daher­ halten diese zurzeit schwerpunktmäßig nur die Ruhebänke in Schuss, die Schutzhütten müssten vernachlässigt werden, was sie aufgrund der guten Bausubstanz bis jetzt noch „ganz gut weggesteckt“ hätten.

Neue Helfer mit Spaß an Arbeit und Geselligkeit seien herzlich willkommen, demnächst wolle man auch den Samstag ausprobieren, da manchen Interessenten der Montag nicht so gut passe. Außerdem brauche der Vorstand, der derzeit nur minimal besetzt sei, dringend Unterstützung. „Wer im Vorstand mitarbeiten will, ist nicht automatisch verpflichtet, bei den Montagsmalern mitzumachen“, zerstreute Klingelhöfer diesbezügliche Bedenken.

Sporadische Helfer, wie diesmal für das Jubiläumsfest, zu finden, sei auch schon manchmal schwierig gewesen. Jährlich veranstaltet der Heimatverein das Osterfeuer und weitere Feste, am größten und bekanntesten wurde über die Jahre das Bergfest. Es fand zunächst an der Straße „Am Berg“ und an anderen Orten statt. 2004 wurde mit der Gemeinde ein Pachtvertrag über 25 Jahre für den alten Wasserhochbehälter abgeschlossen, der zum Vereinshaus umgebaut wurde. Somit hat auch das Fest einen festen Platz bekommen.

 
Ortsvorsteherin Barbara Fiebiger überreichte dem Vorsitzenden des Heimatvereins, Horst Klingelhöfer, Geldgeschenke des Ortsbeirats und anderer Ortsvereine. Foto: Manfred Schubert

Über die Jahre veranstaltete der Verein Weihnachtsmärkte, Blumenfeste mit Umzug sowie Kartoffelfeuer an der Schutzhütte Schwarzenborner Eck. Außerdem wurde über viele Jahre die 14-tägige Freitags-AG für Kinder angeboten mit Basteln, Spielen, Ausflügen und mehr. Einige Festbesucher sprachen sich sehr für ­eine Wiederbelebung aus. Klingelhöfer zeigte sich offen dafür, sofern sich entsprechende Betreuer finden.

Ortsvorsteherin Barbara Fiebiger überreichte Klingelhöfer einige Geldgeschenke des Ortsbeirats und anderer Ortsvereine und rief alle „Schinschter“ auf, sich an den Tätigkeiten des Heimatvereins zu beteiligen.

Bürgermeister Volker Carle erinnerte daran, dass Schönstadt vor 50 Jahren noch eigenständig war und damals auch sein Bürgerhaus errichtete. Dessen 50-jähriges Bestehen feiert der Bläserchor am 30. September übrigens mit einem Bayerischen Abend. Der Heimatverein trage mit seiner Sorge für die Dinge im Umfeld und seinen Aktivitäten dazu bei, dass Gemeinschaft stattfinde und man sich zusammengehörig fühle. „Es wäre gut, wenn er wieder mehr Helfer bekäme“, wünschte auch Carle.

Nach dem Kommers bot der Bläserchor Schönstadt im Festzelt musikalische Unterhaltung. Klingelhöfer betonte, dass der Bläserchor stets dabei war, seit die Sommerfeste größer wurden. Nur drei Mal hätten auswärtige Kapellen gespielt. Zum reichhaltigen Getränkeangebot­ beim Bergfest gehörten erstmalig auch verschiedene Cocktails.

von Manfred Schubert

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