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Grüne sind sauer: „Das ist ein Skandal“

Ehrenamtspauschale Grüne sind sauer: „Das ist ein Skandal“

Die Gemeinde Cölbe hat die einmalige Ehrenamtspauschale vom Landkreis unter 21 Vereine verteilt.

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Der Cölber Gemeindevorstand verweigert dem Verein Cölbe-Nepal eine Unterstützung in Höhe von 250 Euro. Sabine Altmann (von links) Regine Hassenpflug und David Schneider bilden den Vorstand des Vereins.

Quelle: Archivbild: Götz Schaub

Cölbe. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hatte 2016 den Gemeinden zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit eine einmalige Ehrenamtspauschale zur Verfügung gestellt. Cölbe erhielt 6799 Euro und rief Vereine dazu auf, sich um einen Teilbetrag zu bewerben. Der Höchstbetrag wurde dabei auf 500 Euro festgelegt.

Insgesamt bewarben sich schriftlich 22 Vereine und teilten dabei auch mit, für was sie das Geld einsetzen möchten. Der Gemeindevorstand gewichtete schließlich und beschloss Beträge zwischen 250 und 500 Euro für 21 der 22 Antragsteller. Allein der junge Verein Cölbe-Nepal erhielt gar nichts. Beantragt hatte er 500 Euro. Aus der Verteilungsvorschlagsliste­ geht hervor, dass er mit 250 Euro bedacht werden sollte. Der Gemeindevorstand entschied anders.Die 250 Euro wurden daraufhin einem Mitbewerber zugeschlagen, der dann mit 500 Euro gefördert wurde. Jörg Block von den Grünen sagte bei Bekanntgabe der Förderungen im Cölber Parlament, dass es „niederschmetternd sei, dass ein Verein gar nichts bekommt. 

Gerne hätte er die Gründe ­dafür erfahren, doch Bürgermeister Volker Carle entgegnete ihm, dass er als Bürgermeister nur über die Ergebnisse berichten dürfe, nicht über Gründe, die dazu führten. Block fand hingegen deutliche Worte: „Das ist ein Skandal.“ Die anderen Fraktionen nahmen zu diesem Thema keine weitere Stellung. Der Verein Cölbe-Nepal wurde­ von Cölber Bürgern gegründet, nachdem das Parlament eine offizielle Teilnahme der Gemeinde an einem Umweltprojekt in Nepal abgelehnt hatte.

von Götz Schaub

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