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Gesehen, verliebt und bis heute vereint

Diamantene Hochzeit Gesehen, verliebt und bis heute vereint

Erwin und Anna Siegert, geborene Kombächer, sind seit 60 Jahren verheiratet. „Unser Leben war ausgefüllt, alles ist gut gegangen“, fasst Anna Siegert diese Zeit zusammen.

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Anna und Erwin Siegert sind zwei lebensbejahende Menschen und seit 60 Jahren glücklich miteinander.

Quelle: Götz Schaub

Reddehausen. Beim Tanz im Chauseehaus laufen sich Erwin Siegert und Anna Kombächer erstmals über den Weg. Das war 1955. Und für Anna war schon bei dieser Begegnung klar: „Das ist er, der Mann, mit dem ich mir eine Zukunft vorstellen kann. Ach, und er hatte so schönes schwarzes Haar “, sagt sie freudig. Ja, sie hatte ein gutes Gespür: 60 Jahre leben sie jetzt als Eheleute zusammen und freuen sich über vier Kinder, vier Enkel und fünf Urenkel – eine große nette Familie. 

Gebürtig stammt Erwin Siegert aus Donawitz im Sudetenland. Er kam 1946 als Elfjähriger, als Heimatvertriebener, hierher. Nicht nach Reddehausen, sondern nach Ebsdorf. Erst später führte ihn seine Ausbildung auf ein Hofgut nach Schönstadt, wo er auch zu nächtigen pflegte. „Damals hatte man kein Auto, um damit nach der Arbeit nach Hause zu fahren“, erläutert Erwin Siegert. Für ihn sollte sich das positiv auswirken. In Schönstadt freundete er sich nämlich mit einem Cousin von Anna Kombächer an, der ihn schließlich einlud, mit zum Tanz ins Chausseehaus zu kommen. Der Rest ist bekannt.

Gesund bleiben und das Leben genießen

Erwin Siegert arbeitete später für eine Wetzlarer Baufirma, dann 29 Jahre für die Uni Marburg als Krankentransportfahrer zwischen den einzelnen ­Niederlassungen in Marburg. Anna Siegert arbeitete für verschiedene Unternehmen, darunter auch Gärtnereien. Daher stammt wohl ihre  Freude an Blumen, mit denen sie sich zu Hause auch sehr gerne umgibt. Beide sind Mitglieder des Heimatvereins und der Nabu-Ortsgruppe Reddehausen. Sie gehört zudem dem TV Cölbe an, er hält es mit dem Brieftaubenverein „Gut Flug“. Als es den noch nicht gab, war er Mitglied beim Brieftaubenverein „Weiße Wolke Sarnau“.

Den Züchtern dort ist er aber auch immer treu geblieben, wurde schon für 45-jährige Mitgliedschaft geehrt. Zahlreiche Pokale im Vitrinenschrank zeugen von seinem Hobby – und die Dachbewohner mit den Flügeln. Die sind bald wieder aktiv, denn als Züchter lässt er es sich nicht nehmen, mit eigenen Brieftauben an den Wettflügen teilzunehmen.

Beim Fußball ist es bei ihm übrigens andersherum gelaufen. Erst als es in Reddehausen nicht mehr mit dem Spielbetrieb weiterging, schaute er sich vermehrt die Spiele in Sarnau an. Aus diesen Verbindungen haben die Siegerts auch viele Freunde in Sarnau. Große Wünsche hat das Paar nicht mehr. Einfach noch ein bisschen gesund bleiben und das Leben genießen. – „Das ist doch auch schon sehr viel“, meint Anna Siegert.

von Götz Schaub

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