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Eine Doppelbank für schöne Fernblicke

Aussichtspunkt Rabenstein Eine Doppelbank für schöne Fernblicke

Rund um Cölbe gibt es einige schöne Spazierwege. Es gibt dabei an mehreren Stellen Sitzgelegenheiten und herrliche Aussichten zu genießen. Am Rabenstein direkt auf der Grenze zu Lahntal steht jetzt eine ganz besondere Bank.

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Adam Lenz, sein Enkel David Konrad und Cölbes Bürgermeister Volker Carle präsentieren die ­Doppelbank am Rabenstein.

Quelle: Götz Schaub

Cölbe. Die Felder auf dem waldfreien Plateau zwischen Cölbe, Sarnau und Goßfelden sind durchzogen von befestigten und weitgehend naturbelassenen Feldwegen. Ein schönes Areal zum Spazierengehen. Das wissen Bürger aus der Gemeinde Cölbe wie auch aus der Gemeinde Lahntal sehr zu schätzen. An einem Stein, dem Rabenstein, lässt sich eine schöne Aussicht genießen. Zur einen Seite über das Cölber Land bis zum Marburger Schloss und dreht man sich um 180 Grad dann über das Lahntaler Land bis zur Burg Mellnau – die allerdings im Sommer durch blätter­tragende Bäume verdeckt wird. An diesem Stein steht auch eine Bank, die je nach bevorzugten Blick von den Nutzern gedreht werden konnte.

„Das ist jetzt nicht mehr notwendig“, sagt Cölbes Bürgermeister Volker Carle. Denn Adam Lenz aus Cölbe hatte eine Idee und diese auch umgesetzt. Er baute im Auftrag der Gemeinde Cölbe eine Doppelbank, auf der man sich einfach niederlässt und dann in die bevorzugte Richtung schauen kann, ohne sie drehen zu müssen. „Das ist ein Geschenk an alle, die hier spazieren gehen, Cölber wie Lahntaler gleichermaßen“, sagt Lenz.

Die Bank bleibt naturbelassen, besteht deshalb aus gutem Holz „aus unserem Interessentenwald“, wie Carle betont. Das sei auch ein Beispiel heimischer Wertschöpfung. Und wir reden hier nicht von einer 0815-Bank. Die Sitzflächen sind aus Eichenholz, die Sockel aus Lerchenholz, die nochmal mit Eiche unterlegt sind. Die Lehnen sind aus Kirschbaumholz, informiert Lenz. Er würde gerne noch weitere Bänke bauen, die an schönen Plätzen in und rund um Cölbe aufgestellt werden können.

Flurnamen sollen ins Bewusstsein rücken

„Es wäre schön, wenn sich Sponsoren finden lassen würden“, sagt er und verweist auf zwei Auftragsarbeiten, die so schon verwirklicht werden konnten. Zum einen sponserte die Pizzeria da Carlo, zum anderen das Praxisteam Griener. Carle findet es gut, wenn solche Angebote zum Verweilen an verschiedenen Plätzen entstehen.

Eine Bankseite der Doppelbank trägt das Cölber Wappen, auf der anderen Seite steht der Flurname. „Der Flurname könnte dann auch auf anderen Bänken stehen“, meint Lenz. So rücken die Flurnamen wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen und werden nicht einfach vergessen.

Die Bank am Rabenstein, der in früheren Zeiten als Messpunkt fungierte, gefällt Carle sehr gut. „Hier kann man ein Päuschen einlegen und auch Geselligkeit pflegen. Augenzwinkernd sagt er: „Wir kommen mit unseren Nachbarn aus Lahntal ja sehr gut aus, also sollen sie auch in den Genuss kommen, bequem auf einer Bank sitzend in ihre Gemeinde blicken zu können.“ Wobei sie sich natürlich auch jederzeit auf die andere Seite setzen dürfen, um auch mal das Marburger Schloss zu betrachten.

von Götz Schaub

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