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CDU kürt Kandidaten für Bürgermeister-Wahl

Jahreshauptversammlung CDU kürt Kandidaten für Bürgermeister-Wahl

Der konkrete Wahltermin der nächsten Bürgermeister-Direktwahl in Cölbe steht noch gar nicht fest, da prescht die CDU Cölbe schon mal vor: Mit Dr. Jens Ried wird sie definitiv einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken.

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Der neu gewählte Vorstand, hier mit dem Kreisvorsitzenden Dr. Thomas Schäfer (von links), besteht aus Simke Ried (Schriftführerin), Marion Hentrich (stellvertretende Vorsitzende), Michael Kiefer (Vorsitzender), Michael Damian (Mitglieder-Beauftragter) und Jörg Drescher (stellvertretender Vorsitzender).

Quelle: Tobias Grebestein / Firma Topikos

Cölbe. 
Dr. Jens Ried, Fraktionsvorsitzender der CDU im Cölber Gemeindeparlament, will Bürgermeister in Cölbe werden. Und das zum nächstmöglichen Zeitpunkt, also über den Gewinn der nächsten Direktwahl, die irgendwann im Herbst 2018 stattfinden wird. Während der Jahreshauptversammlung der CDU Cölbe wurde festgezurrt, was Dr. Jens Ried schon lange umtrieb: Die CDU beschloss einstimmig, Ried als ihren Bürgermeister-Kandidaten aufzustellen.

„Ja, ich möchte das Amt des Bürgermeisters gerne übernehmen“, sagt Dr. Jens Ried . Und er meine es sehr ernst damit. Deshalb hat er sich entschieden, schon jetzt, rund ein Jahr vor der Wahl, mit diesem Entschluss die Öffentlichkeit zu suchen. „Natürlich will ich die lange Zeit bis zur Wahl dazu nutzen, mich bei den Bürgern in Cölbe bekannter zu machen.“ Sie sollen wissen, wer er ist und was sie von ihm erwarten können. Und das nicht komprimiert sechs Wochen vor der Wahl, sondern eben ab jetzt. Warum will Ried Chef im Rathaus werden? „Es geht mir darum, dass Cölbe seine Chancen und Möglichkeiten besser nutzt. Dafür will ich hauptamtlich einstehen.“ Dazu hat er zunächst fünf Themenfelder ausgemacht.

1. Bürgernähe. „Wir brauchen mehr frühzeitige Bürgerbeteiligung, Bürger müssen im Vorfeld von Entscheidungsprozessen informiert und eingebunden werden.“

2. Senioren. „Sicher gibt es schon einige Angebote für Senioren. Mir gehen sie aber noch nicht weit genug. Wir müssen da investieren und sie breiter aufstellen.“

3. Kindertagesstätten. „Wir müssen uns mit unseren Angeboten so aufstellen, dass wir bei einem pädagogisch hohen Standard flexibel auf die Arbeitswelt der Eltern reagieren können.“

4. Außenwirkung. „Cölbe sollte mehr Profil nach außen zeigen. Wir könnten wesentlich mehr Aufmerksamkeit erhalten, auch im Zuge der interkommunalen Zusammenarbeit, indem wir Potentiale wirklich gemeinsam nutzen.“

5. Gewerbe und Wohnen. „Wir müssen flexibel eine gute Balance zwischen Wohnen, Arbeiten und Naturräumen schaffen, indem wir bewusst schauen, wie wir die Flächen nutzen.“

Ried will nicht verbergen, woher er politisch kommt. Er ist überzeugter Christdemokrat, also Mitglied der CDU. Aber das heißt nicht zwingend, dass er nur die CDU hinter sich wissen will „Ich habe mit allen Fraktionen in Cölbe das Gespräch gesucht und sie von meinem Vorhaben in Kenntnis gesetzt. Vielleicht ergibt sich daraus noch etwas. Ich bin jedenfalls auch gerne dazu bereit, Kandidat eines überparteilichen Bündnisses zu sein.“ Er will sich auf alle Fälle als eine Alternative anbieten, unabhängig davon, ob der amtierende Bürgermeister noch einmal antritt oder nicht.

„Ich bin seit sechseinhalb Jahren in der Gemeindevertretung. Ich habe dabei unterschiedliche Ansichten darüber entwickelt, wie und was gemacht wird, wo die Prioritäten liegen sollten.“ Schon im Dezember will Ried als Kandidat „online“ gehen, sich interessierten Menschen aus der Gemeinde mit seinem Programm auf einer Homepage präsentieren. Dass er erst 2009 zugezogen ist, sieht er nicht als Problem an. „Ich fühle mich hier sehr wohl. Jetzt möchte ich den Menschen hier zeigen, wie ich mich für die Gemeinde Cölbe einsetzen will.“

von Götz Schaub

Zur Person
Dr. Jens Ried (Foto: Götz Schaub), gebürtig aus Oberursel, ist 39 Jahre alt und lebt mit seiner Frau Simke seit 2009 im Cölber Ortsteil Bürgeln. Seit 2001 ist er CDU-Mitglied. Er studierte in Mainz und Marburg evangelische Theologie. Er absolvierte das erste landeskirchliche Examen und erreichte das Diplom am Fachbereich der Philipps-Universität Marburg. Unter anderem arbeitete er an der Marburger Uni in der klinischen Psychologie und erwarb dort einen naturwissenschaftlichen Doktorgrad. 2010 wechselte er an die Universität Erlangen. An der dortigen Technischen Fakultät beschäftigt er sich aktuell mit den Themenfeldern Technik, Wirtschaft und Ethik.
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