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Branchenmix ist das A und O

Nahversorgung in Bürgeln Branchenmix ist das A und O

Eins ist unmissverständlich klar: Auch wenn jetzt drei Jahre ins Land gegangen sind, seit das Vorhaben in Bürgeln beschlossen wurde, ist die Firma Norma  keineswegs davon abgerückt, dort wie geplant einen Discounter zu bauen.

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Auf diesem Feld neben der Mehrzweckhalle Bürgeln soll das Nahversorgungszentrum mit Norma-Discounter entstehen.

Quelle: Götz Schaub

Bürgeln. „Wir wollen das Projekt natürlich umsetzen. Es aber auch so realisieren, dass es auch gleich richtig angenommen wird“, sagt Sven Weißbrodt, Expansionsleiter der Firma Norma auf Anfrage der OP. Damit dieses Ziel auch erreicht werden kann, reiche es eben nicht aus, einfach mal einen Discounter zu bauen und dann mal zu schauen, was passiert. „Ein guter Branchenmix zieht Kundschaft an“, weiß Weißbrodt. Deshalb müsse am Standort des Discounters schon ein Nahversorgungszentrum entstehen, das dem Discounter und den weiteren Investoren die nötige Kundschaft sichert.

Firma Norma bekräftigt ihr Interesse

„Nichts anderes wurde uns auch 2014 gesagt“, bestätigt Friedrich Reichel, Mitglied der Initiative Bürgeln, die sich sehr für die Ansiedlung des Discounters auf dem Areal neben der Mehrzweckhalle einsetzte.  Deshalb ist er auch nicht wirklich darüber verärgert, dass der Markt noch nicht gebaut wurde, wie von vielen Bürgern 2014 gewünscht und erwartet wurde. Das Projekt war damals auch schon auf einen guten Weg, bis die interessierte Metzgerei aus der Region, die sich mit der Einrichtung einer Filiale an der Ausgestaltung des Branchenmixes beteiligen wollte, aufgrund eines Todesfalles wieder absagen musste.

„Es ist schwer, eine Metzgerei zu finden, die eine zusätzliche Filiale aufmachen will“, sagt Reichel, der Kontakt zur Firma Norma hält. Weißbrodt bleibt an dem Projekt dran und informiert darüber, dass ein potenzieller Bäcker schon mit im Boot sei, wenn es dann mal losgeht. Und dazu gibt es auch ganz konkrete Planungen, wie das mal aussehen soll: Die Bäckerei soll nämlich auch ein kleines Café beinhalten, in dem man sich niederlassen und treffen kann – im Sommer auch mit Sitzgelegenheiten im Freien.

„Das jahrelange Warten ist frustrierend"

„Wir können uns hier vieles wünschen, aber es muss sich natürlich für alle Beteiligten rechnen. Und es nutzt uns ja auch nichts, wenn das Projekt durchgedrückt wird und nach wenigen Jahren wieder aufgegeben werden muss, weil es sich nicht rechnet“, analysiert Reichel ganz nüchtern. Weißbrodt kann sich auch einen Getränkehandel oder eine Gastronomie, wie etwa eine Pizzeria, dort noch vorstellen. Vorschlägen ist er aufgeschlossen. Gewerbetreibende, die sich ein eigenes ­Engagement in Bürgeln vorstellen können, möchten sich jederzeit bei der Gemeinde Cölbe melden, die dann den Kontakt zur Firma Norma herstellt.

Die Zeitschiene zur Verwirklichung des Discounters ist also jederzeit zu verkürzen, wenn Angebote reinkommen. Der Rest ist nämlich erledigt. „Alle planungsrelevanten Dinge wurden von der Gemeinde Cölbe auf den Weg gebracht und mit der Entscheidung der Firma, in Bürgeln zu investieren, abgearbeitet“, sagt Cölbes Bürgermeister Volker Carle. So kann die Firma also jederzeit loslegen, wenn sie ihre strategischen Voraussetzungen erfüllt sieht. Carle ist immer im Austausch mit Weißbrodt. So weiß er auch, dass weiterhin hinter den Kulissen an dem Projekt gearbeitet wird. Er setzt deshalb auch darauf, dass sich bald was bewegt.

Bürgelns Ortsvorsteher Jörg Block sagt: „Wir wünschen uns eine Nahversorgung und deshalb auch dringlichst konkrete Ergebnisse. Das jahrelange Warten ist schon frustrierend und hemmt auch die Entwicklung von Alternativen.“

von Götz Schaub

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