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„Caldern wird mir immer im Herzen bleiben“

Zachows Abschied „Caldern wird mir immer im Herzen bleiben“

Pfarrer Marian Zachow wurde mit einem Gottesdienst aus dem Gemeindepfarrdienst in Caldern verabschiedet. Dekan und Kirchenvorstand würdigen seine Arbeit als Pfarrer. Zachow predigte selbstkritisch und nachdenklich auch zu seinem Ausscheiden aus dem Pfarramt.

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Dekan Hermann Köhler (rechts) verabschiedete Marian Zachow aus dem Pfarrdienst.

Quelle: Privatfoto

Caldern. Zahlreiche Gottesdienstbesucher waren zur Verabschiedung ihres Pfarrers am vergangenen Sonntag in die Calderner Nikolaikirche gekommen. Pfarrer Marian Zachow war von November 2011 an Gemeindepfarrer in Caldern, Kernbach und Brungershausen - seit Juni ist er Erster Kreisbeigeordneter.

Dekan Hermann Köhler sprach in seiner Verabschiedung über Zachow, der mit Leib und Seele Pfarrer gewesen sei. Dies sei durch vielfältige Angebote in der Gemeinde sichtbar geworden: Ob „Kultur im Paradies“, „Theologie im Paradies“, „Kirchenwandern“, „Radfahr- und Adventsandachten“. „Sie haben sehr vielfältige Angebote für die Gemeinde in dieser Zeit geschaffen“, so Dekan Köhler. Man verabschiede Marian Zachow aus dem Kirchenkreis mit einem weinenden Auge. Aber, „wenn Christsein und Politik nicht geht, dann geht auch nicht Christsein und Ehemann“, zitierte Köhler den früheren Bundespräsidenten Johannes Rau und bezeichnete es als gesellschaftliche Notwendigkeit, dass Christen sich einbringen.

Zachow: Entscheidung für den Wechsel fiel schwer

Der Vorsitzende des Kirchenvorstands, Michael Moog, sprach von einer sehr intensiven, arbeitsreichen Zeit, die die Gemeinde mit Pfarrer Zachow erlebt habe. „Gerne hätten wir mit ihm weitergearbeitet, aber Marian Zachow hat sich nun für die Politik entschieden“, fasste Moog die Gedanken des Kirchenvorstandes in Worte. Der Kirchenvorstand überreichte ihm als Erinnerung an seine Zeit in Caldern eine Marionette im Talar, die Zachow sichtlich gerührt der Gemeinde und seiner Familie präsentierte.

Zuvor ging Zachow in seiner Predigt selbstkritisch auf seine Entscheidung für den Wechsel in eine neue Aufgabe ein. Diese sei ihm nicht leicht gefallen. Er verlasse eine engagierte Gemeinde, die ihm so vieles ermöglicht habe und mit ihm gemeinsam erreicht habe. „Ich werde Caldern immer im Herzen behalten“, schloss Zachow seine letzte Predigt als Calderner Pfarrer.

Im Anschluss an die Verabschiedung moderierte Zachow die Auftaktveranstaltung von „Kultur im Paradies“. Der Männergesangverein Caldern und der Posaunenchor der Kirchengemeinde unterhielten das Publikum mit Stücken aus Ihrem Repertoire. Für Andreas Ochs, den neuen, jungen Chorleiter des MGV Caldern, war es gleichzeitig die Konzertpremiere mit dem Calderner Männerchor. Mit einem Empfang der Kirchengemeinde klang der Nachmittag im Pfarrhaus aus.

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