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Burschen sorgen seit 50 Jahren für Leben im Dorf

Goßfelden Burschen sorgen seit 50 Jahren für Leben im Dorf

Mit der Kirmes zum 50-jährigen Bestehen der Burschenschaft Goßfelden wird am Wochenende zugleich der neue Festplatz an der Sandhute eingeweiht. Weil der nicht mehr mitten im Dorf liegt, fährt ein Pendelbus.

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Der Vorsitzende der Burschenschaft Goßfelden, Christopher Behling (von links), Beisitzer André Schindler und Marc Kranz, das jüngste Mitglied Paul Studenroth (16), Gründungsmitglied Manfred Boßhammer, Thomas Metz, der ehemalige Vorsitzende Heinz Busch und Gründungsmitglied Klaus Barth vor dem Eingang zum Vereinslokal Gasthof Scheel. Kleines Foto: Die Burschenschaft im Jahre 1967 bei einem Fußballturnier.Fotos: Schubert, Privatfoto

Quelle: Manfred Schubert

Goßfelden. „Bei uns geht es darum, dass Jung und Alt zusammen bleiben und sich kennen lernen“, unterstrich Heinz Busch, ehemaliger Vorsitzender der Burschenschaft Goßfelden, beim Pressetermin für die Jubiläumskirmes. So ist es seit der Gründung vor genau 50 Jahren üblich, dass die Mitglieder auch nach ihrer Heirat in der Burschenschaft bleiben können.

Das führt nicht nur zu einem Altersspektrum von 16 bis zu 79 Jahren, sondern auch zu einer großen Zahl von zurzeit 105 Mitgliedern, auf deren Erfahrung und tatkräftige Mithilfe man zu großen Veranstaltungen wie am jetzigen Wochenende zurückgreifen kann. Denn von den Mitgliedern wird Beteiligung erwartet. Wer an den gemeinsamen Aktivitäten kein Interesse zeigt, wird auch mal angesprochen, ob er wirklich dabei bleiben möchte. Am Freitag, 23. Mai, bildet eine Disco-Party mit DJ Kosta Minor von Planet Radio ab 21 Uhr den Auftakt im 700-Mann-Zelt auf dem neuen Festplatz Sandhute, der mit der Kirmes gleichzeitig eingeweiht wird. Dort steht auch ein kleiner Vergnügungspark.

Am Samstag ab 20 Uhr spielt die Band Tollhaus beim Burschen- und Mädchenschaftstreffen. Der Sonntag beginnt mit einem gemeinsamen Gottesdienst für Goßfelden und Sarnau um 10.30 Uhr im Festzelt. Danach spielen die Grenzgangmusikanten zum Frühschoppen auf, außerdem werden in diesem Rahmen einige Mitglieder geehrt.

Damit alle den Festplatz problemlos erreichen können, fährt am Sonntag ein Bus von 9.30 Uhr bis 10.15 im 15-Minuten-Takt durch Goßfelden und Sarnau. Zwischen 14 und 17 Uhr ist im gleichen Takt die Rückfahrt möglich. Angefahren werden die Bushaltestelle „Alte Schule“, die Volksbank, die Kirche Goßfelden, „Vogel Friedrich“ Goßfelden, Bushaltestelle „Brunnenquell“, Kirche Sarnau und Bushaltestelle „Am Schacht“.

Zuletzt hatte die Burschenschaft vor zehn Jahren, zum 40-jährigen Bestehen, eine Kirmes veranstaltet. Heute sind noch acht der ehemals 37 Männer dabei, die 1964 die ursprünglich nach dem Stammlokal am Bahnhof „Burschenschaft Rösser“ genannte Vereinigung gründeten.

Valentin Hahn, der der erste Vorsitzende wurde, und Wilfried Sause waren damals die Hauptinitiatoren. 1966 erfolgte die Umbenennung in Burschenschaft Goßfelden. Damals gehörten Fußballspiele mit Gaudi-Mannschaften zu den Aktivitäten der Burschenschaft, die in den 70-Jahren Turniere mit den Dorfvereinen veranstaltete.

Auch pflegten die Burschen damals auf Polterabenden zu singen. Und Feste zu feiern. Sogar die Rodgau Monotones traten, kurz nachdem sie hessenweit bekannt geworden waren, in Goßfelden auf. Die Burschen hatten sie glücklicherweise bereits früh engagiert, so dass das Konzert nicht so teuer wurde.

Die neueste Veranstaltung der Burschenschaft, die unter dem Vorsitz von Heinz Busch 1998 ein eingetragener Verein wurde, ist die Après-Ski-Party, die in diesem März zum zweiten Mal stattfand. Zur Tradition gehört die Maifeier an der Alten Brücke und das Skatturnier im Vereinslokal, dem Gasthof Scheel.

Die größte, seit zehn Jahren existierende Veranstaltung ist der Oldieabend am letzten Samstag im Oktober in der Lahnfelshalle. Daneben gibt es regelmäßige Fahrten mit oder ohne Familien. Vorsitzender ist zurzeit Christopher Behling. Die alten Vorstandsmitglieder bleiben aber Ansprechpartner für die Jugend, die in ihre Fußstapfen tritt.

von Manfred Schubert

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