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Burschen entdecken Grenzstein von 1650

Grenzgang 2013 in Wollmar Burschen entdecken Grenzstein von 1650

Ab 5. September werden rund um Wollmar die Grenzen kontrolliert. Dazu wurde im Vorfeld am Freitag ein neuer Stein gesetzt. Bei den Arbeiten gab es eine große Überraschung

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Klaus-Peter Fett und die Grenzgangburschen präsentierten den neuen Grenzstein.

Quelle: Götz Schaub

Wollmar. Der Grenzstein zwischen Wollmar und Laisa hat seine Arbeit getan. Seit 1754 ununterbrochen im Dienst, ist er nun altersschwach geworden und wurde von den Grenzgangburschen in den verdienten Ruhestand versetzt. Der brüchig gewordene Sandstein soll in der Alten Schule einen Ehrenplatz erhalten. Und dies nun nicht alleine. „Als die Jungs den Sockel des Steines aus der Erde geholt hatten, stellten sie fest, dass darunter noch etwas hartes war“, berichtet Klaus-Peter Fett, Vorsitzender des Grenzgangvereins Wollmar.

Nachgucken kostet ja nichts weiter als ein bisschen mehr Muskelkraft, dachten sich die Burschen und förderten noch einen Grenzstein zu Tage. Auf diesem lässt sich die Jahreszahl 1650 erkennen und das Wort „Darms“ - für Darmstadt, genauer für Hessen-Darmstadt. Der Überraschungsfund hatte zwei Jahre nach Ende des 30-jährigen Krieges die heute noch gültige Grenze markiert. „Dies ist auch eine besondere Grenze“, führte Fett am Freitagabend bei der feierlichen Einweihung des neuen Grenzsteins aus. Denn er markiert insgesamt fünf Grenzen: Die historische zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt, die heutige Landkreisgrenze, die Grenze zwischen den Landeskirchen Kurhessen-Waldeck und Hessen-Nassau, die grenze zwischen den Regierungspräsidien Gießen und Kassel und natürlich die Grenze zwischen den beiden Orten Wollmar und Laisa. Laisas Ortsvorsteher Jörg Paulus war eigens zur Grenzsteinsetzung gekommen und brachte kleine Flaschen mit dem besonderen „Laisaer Wasser“ mit. „Wir stehen über den Stein und sind in Freundschaft verbunden“, freute sich Fett und trank mit Paulus, den Burschen und Wollmars Ortsvorsteher Wolfgang Henseling und weiteren Gästen auf den neuen Stein.

von Götz Schaub

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