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Burg und Berg beeindrucken die Jury

Unser Dorf hat Zukunft Burg und Berg beeindrucken die Jury

Das Beste kommt zum Schluss - die Burg, hoch oben über den Dächern. Rund zwei Stunden lang chauffierten die Mellnauer die Jury des Dorfwettbewerbs gestern durch ihren Ort, bis das imposante Ziel erreicht war.

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Das Südtor und die angrenzende Mauer haben Sanierungsbedarf. Die Jury informierte sich über die Burgruine und ihre Besonderheiten.

Quelle: Carina Becker

Mellnau. Sie ist nicht nur der beeindruckendste Ort im Dorf, sondern auch die größte Baustelle, die Mellnau zu bieten hat: Die Rede ist von der Burg, oben auf dem Berg, mit Blick auf den 849 Einwohner zählenden Wetteraner Stadtteil - und mit atemberaubender Aussicht auf die waldigen Höhen und grünen Wiesen ringsum.

Eingebettet in die Schönheit des Burgwalds - so präsentierte sich Mellnau der Jury im Bezirksentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ gestern gut zwei Stunden lang. Dabei kam die Besichtigung der Burg quasi als Sahnehäubchen obendrauf auf das bis dahin Gesehne. Mit dem Hinweis, dass die Mellnauer zur Erhaltung ihres Schmuckstücks jede Hilfe gebrauchen können, wie Ortsvorsteherin Margot Diehl es auf den Punkt brachte. Arbeiten an dem denkmalgeschützten Bauwerk müssen fachkundig ausgeführt werden und gehen ins Geld - kein Wunder dass die letzte Sanierung des Turms jahrzehntelang zurückliegt. Vor allem ganz oben zeigt das Mauerwerk sich bröckelig - und das Südtor, einer der schönsten Teile der Ruine, muss ganz dringend hergerichtet werden, bevor es in sich zusammenstürzt.

Trotz kaputter Steine und einsturzgefährdeter Mauern, durch die sich das Grünzeug rankt, vermochte die Burg die Jury zu beeindrucken. Toppen konnten die Mellnauer dies nur noch mit hausgemachtem Zwetschenkuchen und Broten mit Wurst aus eigener Herstellung. Bei diesem zünftigen Imbiss klang die Rundreise aus.

Die Bewertungskommission mit ihrer Leiterin Margot Schneider vom Fachbereich Ländlicher Raum beim Landkreis sammelte zuvor schon viele Eindrücke von dem Burgwalddörfchen. Mit dem Auftakt im Bürgerhaus ließen die Mellnauer sich Zeit, vermittelten eine Dreiviertelstunde lang Wissenswertes von der regionalen Tracht über die Naturschönheiten des Burgwalds mit seinen Mooren und seltenen Pflanzen bis hin zur eigenen Wasserversorgung ihres Orts. Dann ging es zum Backhaus und zum Jugendclub, neben dem Bürgerhaus zwei weitere Gemeinschaftsgebäude, die in Mellnauer Eigenleistung und mit Unterstützung von Dorferneuerung und Stadt saniert wurden. Im Planwagen, gezogen vom Traktor, begleitete die Ortsvorsteherin die Jury zum Wattenscheider Ferienlager, zur alten Schmiede, der Kirche, der Schulscheune und ins Dorflädchen. Umgeben von blühenden Bauerngärtchen und denkmalgerecht sanierten Fachwerkhäusern stand für Margot Diehl fest: „Mellnau ist das schönste Dorf zwischen Marburg und Frankenberg.“

von Carina Becker

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