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Bürgerversammlung bringtwenig „Zählbares“

Mellnau Bürgerversammlung bringtwenig „Zählbares“

Einstürzende Mauern und die Fenster der Friedhofshalle waren einige der Themen der jüngsten Bürger­versammlung in Mellnau.

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Vor der Bürgerversammlung in Mellnau begutachteten die Teilnehmer – vorne Bürgermeister Kai-Uwe Spanka – bei einer Ortsbegehung unter anderem schadhafte Mauern.Foto: Heiko Krause

Mellnau. Vor der offiziellen Veranstaltung im Bürgerhaus stand ein etwa einstündiger Rundgang durch den Ort auf dem Programm. Bürgermeister Kai-Uwe Spanka (parteilos) verwies darauf, dass dies vor Bürgerversammlungen inzwischen in Wetter eine schöne Tradition sei, denn dabei könnten Probleme direkt in Augenschein genommen werden.

Der stellvertretende Ortsvorsteher Stefan Lölkes, der Ortsvorsteherin Margot Diehl vertrat, verwies darauf, dass im Ort zahlreiche Begrenzungsmauern an Grundstücken bröckelten. In der Borngasse zeigte er dem Bürgermeister ein Beispiel, bei dem bereits einige Steine auf die Straße gefallen waren. Spanka betonte, dass sich in Mellnau all diese Mauern auf Privateigentum befänden. Die Stadt Wetter müsse nicht für die Reparatur sorgen, auch wenn manch Anwohner sich wünsche, dass die Kommune in die Pflicht genommen werden könne.

Weil die Rahmen der Fenster im Giebel der Friedhofshalle nicht mehr sicher hielten, so Lölkes, seien diese derzeit mit einem Netz gesichert. Wie Spanka berichtete, sei die Erneuerung zu teuer. Der Giebel werde wohl geschlossen. Lölkes bat jedoch darum, zu prüfen, ob eine Reparatur nicht doch möglich sei, andernfalls werde es in der Halle kein Tageslicht mehr geben. Für ausreichend Beleuchtung sei natürlich zu sorgen, so der Bürgermeister dazu. „Und so oft wird sie ja nicht gebraucht.“ Spanka kritisierte, dass sich die Kirche als Träger finanziell nicht beteilige.

Zu einer Bauruine im Neubaugebiet „In den Stöcken“ berichtete Spanka, dass der Bauherr nicht weitergebaut habe, weil er ein Fertighaus bereits bezahlt habe, dessen Hersteller insolvent sei. Jetzt habe er keine Mittel mehr. Die Stadt habe keinerlei Handhabe. Für das Grundstück gebe es sicher Interessenten, mit einem baldigen Ende des derzeitigen Zustandes sei jedoch nicht zu rechnen.

Zum Wunsch Lölkes‘, dass der Rennweg ausgebaut wird, weil dort erhebliches Verkehrsaufkommen herrsche, sagte Spanka, dass sich dies mit der Ortsumgehung für Wetter und Münchhausen und dem Rückbau der Kreisstraße nach Simtshausen ohnehin ändern werde. Ein Ausbau sei zu teuer und unnötig.

Zuletzt sagte Lölkes, dass mit der Sanierung des Burgturms noch ein „großes Projekt“ anstehe. Die Verwaltung kümmere sich derzeit um Fördermittel, so Spanka. Zudem hoffe er, dass die Eigentümer sich eventuell beteiligten.

von Heiko Krause

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