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Bürger beteiligen sich an der Energiewende

Genossen bekommen Rendite Bürger beteiligen sich an der Energiewende

119 Bürger aus der Gemeinde Münchhausen sowie aus Frohnhausen sind am Oberaspher Solarpark beteiligt – im Durchschnitt jeder mit 5900 Euro. Seit dem 1. Mai ist die Genossenschaft Eigentümer von 28 Prozent der Anlage im früheren Bundeswehr-Depot.

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Hermann Koch (vorne links) und Armin Wiegand (vorne rechts) vom Vorstand der Energiegenossenschaft unterzeichneten mit Steffen Krug den Vertrag über den 28-prozentigen Anteil am Solarpark. Hinten: Hans-Hermann Zacharias (Krug Immobilien) und Münchhausens Bürgermeister Peter Funk.

Quelle: Mark Adel

Oberasphe. In der Gemeindeverwaltung haben der Vorsitzende der Energiegenossenschaft Münchhausen, Hermann Koch, sein Stellvertreter Armin Wiegand und Bauherr Steffen Krug den Vertrag unterzeichnet, der die Genossen von der Stromproduktion profitieren lässt. Sie können mit etwa 2,5 bis 3 Prozent Rendite jährlich rechnen.

Im vergangenen Jahr hatte die Breidenbacher Firma Krug Immobilien den Solarpark bei Oberasphe gebaut und am 17. Juli in Betrieb genommen. Die Flächen auf Bunkern des früheren Bundeswehrdepots hatte die Gemeinde zuvor verpachtet.

Am 25. April 2013 hatte sich auf Initiative des Oberaspher Ortsbeirats eine Energiegenossenschaft gegründet mit dem Ziel, die Bürger mit maximal 50 Prozent am Solarpark zu beteiligen. Die 119 Mitglieder erwarben Anteile in Höhe von rund 700000 Euro: „Diese Summe hat uns selbst überrascht“, sagte der Vorsitzende der Genossenschaft, Hermann Koch. 120. Mitglied ist die Gemeinde Münchhausen mit weiteren 100000 Euro als Einlage. Der Anteil der Genossenschaft am 2,97 Millionen Euro teuren Solarpark beträgt 28,38 Prozent.

Damit ermöglichte die Genossenschaft den Bürgern, sich vor Ort an der Energiewende zu beteiligen – und nur denen: „Wir hatten auch viele Anfragen von außerhalb“, sagte Hermann Koch. Einzige Ausnahme: Auch Frohnhäuser durften Genosse werden. Der Grund: Der Übergabepunkt, an dem der Sonnenstrom ins Netz eingespeist wird, befindet sich auf Frohnhäuser Gebiet. Ortsvorsteher Bernd Strieder unterstützte den Vorstand der Genossenschaft zudem als Berater.

Viel Lob gab es von allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit: Bürgermeister Peter Funk und die Genossen verwiesen auf das Entgegenkommen von Steffen Krug, der wiederum die Kompetenz des Vorstands und das unbürokratische Handeln der Gemeinde hervorhob. Für Bürgermeister Peter Funk ist es „ein Vorzeigeprojekt in der Region“.

Bislang würden die Erwartungen bei der Stromproduktion erfüllt, sagte Armin Wiegand. Er überwacht bei den Viessmann-Werken den Betrieb verschiedener Solarparks – auch den in Oberasphe. Es handele sich um eine der größten Anlagen in der Region: „Etwa doppelt so groß wie der Solarpark in Bromskirchen.“ Viessmann hat Wechselrichter und Module geliefert. Die Anlage besteht aus 9808 Modulen und 104 Wechselrichtern.

Die Mitgliederversammlung der Energiegenossenschaft findet am Montag, 23. Juni, um 20 Uhr im Oberaspher Dorfgemeinschaftshaus statt. Für Sonntag, 13. Juli, laden die Genossenschaft und die Firma Krug zum Tag der Offenen Tür am Solarpark ein.

von Mark Adel

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