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Bürger arbeiten an der Zukunft ihres Ortes

Schönstadt Bürger arbeiten an der Zukunft ihres Ortes

Die Kommission zum Landesentscheid des Wettbewerbs bekam in Schönstadt sehr viel zu sehen.

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Jörg Graf (links) erzählt auf dem Gelände rund um den alten Wasserhochbehälter Wissenswertes über den Heimatverein und der angeschlossenen Freitags-AG.

Quelle: Götz Schaub

Schönstadt. „Sie können stolz sein, auf das, was Sie hier bewegen“, sagte Roswitha Rüschendorf als Leiterin der Bewertungskommission nach der zweistündigen Führung durch Schönstadt zu den Bürgern, die sich an der Präsentation ihres Ortes beteiligt hatten.

Wie tags zuvor in Oberrosphe (die OP berichtete) darf diese Aussage natürlich nicht mit den Erfolgsaussichten vermengt werden, doch dieses Lob hatten die Schönstädter wirklich verdient. Die Bürgerschaft hat sich sehr viel vorgenommen, das Dorf zukunftsfähig zu machen. Die Grundvoraussetzungen sind gegeben, die Dorfgemeinschaft ist wahrlich ausgeprägt, die Vereine und die Kirche sind genau so mitten drin wie die Bewohner und Betreiber des Hofguts Fleckenbühl.

Die Einrichtung ehemaliger Suchtabhängiger feiert noch in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen und stellt eine Bilderbuch-Integration dar. „Wir sind sehr glücklich, diese Einrichtung vor Ort zu haben“, sagt Walter Fürstenberg von der örtlichen Feuerwehr und erhält spontan Beifall seiner Mitstreiter. Auch die „Flieger“ fühlen sich dem Ort zugetan, so präsentierte eine Abordnung ein Segelflugzeug am Bürgerhaus zur Begrüßung der Kommission. Generell sind die Schönstädter Neubürgern gegenüber sehr aufgeschlossen, doch wer noch in einem Schönstädter Neubaugebiet bauen will, sollte sich beeilen, denn schon bald ist erst einmal Schluss mit der Ausweisung neuer Flächen.

„Wir wollen uns von innen heraus weiterentwickeln“ stellt Ortsvorsteherin Carola Carius heraus. Das heißt, die Schönstädter wünschen sich Leben im Ortsmittelpunkt. Umgebaute Scheunen zu Wohn- und Arbeitsraum während der bereits abgeschlossenen Dorferneuerung haben einen guten Anfang gemacht. Jetzt wünschen sich die Schönstädter eine „Neue (kommunikative) Mitte“ mit Geschäften, die eine Grundversorgung garantieren.

Es gibt nichts, was die Schönstädter nicht wenigstens mal durchdenken. Erscheint es ihnen sinnvoll, schreiben sie es auf ihre Agenda. Und so entstanden viele Vorschläge. Manche Dinge ließen sich sofort umsetzen, etwa die Förderung des Dorfladens. Freiwillige halfen nicht nur bei Anstricharbeiten, über gute Beratung zum Sortiment konnte der Betreiber laut Carius seinen Umsatz um 30 Prozent steigern.

Für Kinder wird sehr viel getan. Schule und Kindergarten mit gutem Betreuungsangebot sind im Ort. Neben den Jugendabteilungen diverser Vereine gibt es noch die Freitags-AG des Heimatvereins. Dort können Kinder ihre unmittelbare Umgebung erkunden und kennenlernen. Zum guten Ton gehört es auch, dass jedes Kind in der Schule sein eigenes Blasinstrument hat. Entwickelt das eine oder andere Kind Spaß daran, freut sich sicher der Bläserchor. Die Bürgerschaft bespricht die Entwicklungspotenziale des Dorfes gerne in öffentlichen Versammlungen, die immer gut besucht sind.

Mit welchem Erfolg Schönstadt am Landesentscheid teilgenommen hat, wird am 9. Juli bekannt gegeben.

von Götz Schaub

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