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Bürgeln kann jetzt endlich wachsen

Neues Baugebiet Bürgeln kann jetzt endlich wachsen

Zehn Jahre Wartezeit für zehn Bauplätze. Egal, das ist vergessen. Jetzt freuen sich der Ortsbeirat und die Initiative gleichsam mit dem Gemeindevorstand Cölbe über den Startschuss in Bürgeln.

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Auch wenn das Wetter etwas trist war, die Freude aller Beteiligten über den ersten Spatenstich zum Baugebiet „Auf der langen Mauer“ konnte es nicht trüben.

Quelle: Götz Schaub

Bürgeln. Manche nannten das Baugebiet schon „Auf die lange Bank... geschoben“, doch jetzt darf es wieder „Auf der langen Mauer“ heißen, nachdem sogar schon einmal ein Baubeginn für Häuser für 2012 proklamiert worden war.

Aber wie gesagt, das ist jetzt Vergangenheit. Wer es nicht glauben kann, darf sich gerne vor Ort überzeugen: Derzeit laufen schon die Vorarbeiten zur Erschließung von insgesamt zehn Baugrundstücken.

Das Besondere an dem lang ersehnten Baugebiet ist, dass sich de facto nur ein Grundstück in Gemeindehand befindet, die restlichen in Privathand. „Sie werden auch direkt von den Eigentümern vermarktet“, sagte Cölbes Bürgermeister Volker Carle.

Für das zum Verkauf stehende Gemeindegrundstück können Bewerbungen direkt bei der Gemeinde Cölbe eingereicht werden. Für dieses Grundstück wird der Verkaufspreis voraussichtlich 110 Euro pro Quadratmeter betragen - natürlich erschlossen. Die Bauplatzgrößen reichen von rund 700 bis 1100 Quadratmeter“, führt Martina Meß von der Gemeinde Cölbe aus. Angebunden wird das Baugebiet an die Straßen „Zum Loh“ und „Am Lohberg“. Hermann Greis vom beauftragten Ingenieursbüro Greis aus Burgwald-Ernsthausen geht davon aus, dass die Baustraße bis Frühjahr 2014 hergestellt ist und dass dann auch die ersten Häuser schon gebaut werden können.

Jedenfalls soll bis zum Wintereinbruch die Verlegung der Versorgungsleitungen sowie Leerrohre für den späteren Einzug von Breitbandkabel erfolgen. Auch ein Anschluss an das in Bürgeln vorhandene Erdgasnetz ist möglich, diesbezüglich können sich die zukünftigen Bauherren direkt an den Netzbetreiber, e.on, wenden. Auf den Internetseiten der Gemeinde Cölbe lassen sich für Bauinteressierte auch die Kontakte zu den privaten Grundstückseigentümern finden.

Bürgelns Ortsvorsteher Erich Sohn freut sich sehr, dass er dieses Projekt noch als Ortsvorsteher erleben darf. „Seit zehn Jahren haben wir es uns gewünscht, es gab aber immer wieder Schwierigkeiten. Umso schöner, dass dies nun vorbei ist, schließlich wollen wir damit auch unsere Infrastruktur sichern.“ So sieht das auch Friedrich Reichel, Sprecher die Initiative Bürgeln, die das Projekt positiv begleitet hat.

Carle stellte noch einmal heraus, dass hoffentlich Familien mit Kindern das Angebot in Bürgeln wahrnehmen, schließlich halte der Ort einen Kindergarten mit U-3-Betreuung und eine Grundschule vor.

„Zehn Bauplätze sind sehr bedarfsgerecht. Wir haben in unseren Ortsteilen so gut wie keinen Leerstand, aber immer wieder Bauanfragen. Da ist es auch wichtig, etwas anbieten zu können“, so der Bürgermeister weiter. Und wenn alles gut geht, dann wird Bürgeln schon bald mit einem weiteren Knüller in der Infrastruktur werben können. Noch in dieser Woche finden beim Regierungspräsidium Gießen zusammen mit Vertretern des Discounter-Kette Norma Gespräche über die geplante Ansiedlung in Bürgeln statt.

Im Baugebiet „Auf der langen Mauer“ können Einzel- und Doppelhäuser in verschiedenen Baustilen und unterschiedlichen Dachformen mit bis zu zwei Geschossen entsprechend der Vorgaben des Bebauungsplanes entstehen.

Die jetzigen Grundstückseigentümer und die Gemeinde Cölbe investieren in die Erschließung des Baugebiets insgesamt rund 400000 Euro sowie voraussichtlich weitere 260000 Euro für den späteren Endausbau. Die Kosten für den durch den Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke auszuführenden Wasserleitungsbau belaufen sich auf rund 26000 Euro. Für der Eingriff in die Natur werden zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft Kompensationsflächen wie ein Lesesteinhaufen zur Erhaltung und Förderung der Habitatfunktionen für Reptilien geschaffen. Zudem sollen Lerchenfelder angelegt werden. Ein weiterer Ausgleich des Eingriffs erfolgt über die bereits umgesetzte Ökokontomaßnahme „Waldweide Goldberg“.

von Götz Schaub

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