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Bücher-Würfel soll neuer Treff werden

Projekt Bücher-Würfel soll neuer Treff werden

Zugegeben, die Idee, ein Bücherhäuschen einzurichten, ist nicht neu. Aber sie hat nach wie vor eine große Anhängerschaft, so dass ein Bücherhäuschen in der Kernstadt von Wetter sicher seine Wirkung zeigen wird.

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Der Wetteraner Hans Zietlow möchte mithelfen, die Kernstadt attraktiver zu machen. Ein „Bücherwürfel“ hier auf dem Platz von „Göbels Gärtchen“ soll ein Anfang sein.

Quelle: Götz Schaub

Wetter. Ein kleines Häuschen soll es sein, auf einer Grundfläche von drei mal drei Metern. Das klingt gemütlich, doch selbst für neun Quadratmeter lassen sich nicht so viele Plätze in der Kernstadt finden. Es sei denn, ja genau, man gestaltet ein bisschen um, peppt einen bereits vorhanden Platz, in diesem Fall „Göbels Gärtchen“, einfach auf.

Mit dieser Idee im Kopf erhielt die Arbeitsgruppe „Kernstadt“ der Bewegung „Wetter ist uns wichtig“ Schützenhilfe von Bürgermeister Kai-Uwe Spanka, der eine Umgestaltung des Platzes in Aussicht stellte. Seither kümmert sich Hans Zietlow mit der Ausgestaltung und Umsetzung des Projekts. Derzeit dominiert den Platz ein hochgesetztes Pflanzbeet. „Dieses muss umgestaltet werden, damit wir genug Platz für das Bücherhäuschen haben“, sagt Zietlow. Eigentlich nennt er das Häuschen Bücherwürfel, denn genau wie ein Würfel soll es mal aussehen, wenn es fertig ist. Die Planungen dazu fertigte Architekt Bernd Grebing aus Amönau an - als kleines Geschenk für die Arbeitsgruppe. „Wir sind alle sehr begeistert von der Würfel-Idee. Wir wollten es erst rund machen, doch davon sprach keiner mehr als wir den Plan von Bernd Grebing sahen“, sagt Zietlow. Der Bücherwürfel soll täglich bis zum Abend geöffnet haben. Das Prinzip der Bestückung ist ganz einfach. Leute bringen Bücher aus ihrem Fundus hin und schauen, ob sie von anderen ein Buch lesen wollen und nehmen dies dann mit nach Hause. Sie können es nach dem Lesen wiederbringen oder, wenn es ihnen gar zu gut gefällt, einfach behalten. Zudem soll sich jeder, der zu Gast in Wetter ist, frei fühlen, in den Bücherwürfel zu gehen, und bei Interesse Bücher mitzunehmen.

Zusammenarbeitmit der Wollenbergschule

In den Regalen sollen ausschließlich Bücher stehen und nichts anderes. Ehrenamtliche kümmern sich dann um die Sortierung nach Themen. Der Bücherwürfel soll auf ehrenamtlicher Basis betreut und gepflegt werden. So wird man dort sicher immer Leute antreffen, die in den Regalen stöbern und miteinander ins Gespräch kommen. Ja, genau so soll es sein. Der Bücherwürfel soll ein neuer Treffpunkt werden, sagt Zietlow. Jetzt muss er nur noch gebaut werden. Dafür hat der Wetteraner noch eine spezielle Idee im Köcher: „Der konkrete Bau des Bücherschranks soll mit Schülern der Gesamtschule Wollenbergschule unter Aufsicht des zuständigen Fachlehrers vorgenommen werden. Natürlich werden auch der Architekt und ehrenamtliche Helfer mit involviert sein“, so der in Ruhestand gegangene ehemalige Geschäftsmann Zietlow. Er ist einer der ehrenamtlichen Helfer, mit helfen sollen und wollen zudem Wolfgang Klee und Konrad Müller, der ursprünglich mal Schreiner war. „Wir drei werden die Arbeiten anleiern und mit den Schülern umsetzen“, freut sich Zietlow. Wenn die Teile in der Schule vorgefertigt sind, erfolgt schließlich der Transport zum neuen Standort „Göbels Gärtchen“. Der Aufbau vor Ort soll schon für sich ein erstes Event darstellen, damit sich die Wetteraner möglichst schnell mit dem neuen Bücherwürfel identifizieren.

„Das Projekt soll in der Öffentlichkeit als soziales und gemeinsames Engagement verstanden werden. Dadurch wir die Akzeptanz erhöht, was auch automatisch eine entsprechende Frequenz zur Folge hat“, ist sich Zietlow sicher.

Das Dach des „Würfels“ soll übrigens begrünt werden.

Die Arbeitsgruppe möchte, dass er barrierefrei zugänglich ist und hofft darauf, dass es möglich gemacht wird, dass sich die Tür automatisch öffnen lässt, damit auch Rollstuhlfahrer bequem Zugang haben. Die Materialkosten von rund 13000 Euro sollen zum Teil durch Spenden gedeckt werden, um den städtischen Geldbeutel so wenig wie möglich zu belasten. Die Stadt ihrerseits beauftragt den Bauhof mit der Umgestaltung des Platzes.

von Götz Schaub

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