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Ortsbeirat Todenhausen

Brücken sind in einem schlechten Zustand

Eingeteilt in verschiedene Sanierungsklassen sollen die Brücken verkehrssicher gemacht werden. Der Ortsbeirat berichtet über den Besuch der Landrätin.

Der Übergang soll verkehrssicher gemacht werden: Ortsvorsteher Ralf Funk auf einer der drei zu sanierenden Brücken am Mühlengraben.

© Sarah Stolle

Todenhausen. Verfaultes Holz, poröser Beton und übergelaufene Gräben – marode Brücken in Todenhausen müssen saniert werden. Mancherorts ist die Verkehrssicherheit einer Brücke nicht mehr gewährleistet, an anderen Stellen sind gängige Brückensanierungsarbeiten notwendig. Eingeteilt in verschiedene Sanierungsklassen sollen bei den Brückenarbeiten Gelder eingespart werden. So hat man sich bereits vor der Erneuerung Gedanken über die Art der Sanierung gemacht.

„Die Idee ist eine Verrohrung der Brücken und der Einsatz von Wasserbausteinen, um die volle Sicherheit wiederherzustellen. Außerdem sollten die Geländer erneuert werden. Gegenüber den umfangreichen Arbeiten des Renovierungsplans könnte man so rund die Hälfte der Kosten sparen“, so Ortsvorsteher Ralf Funk. Man habe mit dem zuständigen Ingenieurbüro schon über eine Alternativlösung beraten. Nun müsse noch Rücksprache mit der Stadtverordnetenversammlung und Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka gehalten werden.

Erster Spatenstich für den Radwegerastplatz

Und dieser hat nicht nur in Sachen möglicher Kosteneinsparungen allen Grund zur Freude, hat er doch jüngst in diesem Jahr eine Wette mit der Kurhessenbahn beim „Anradeln“ gewonnen. Mehr als einhundert „Ja mir san mit‘m Radl da“ singenden Radfahrern ist es zu verdanken, dass Spanka nicht als Fahrkartenkontrolleur bei der Kurhessenbahn arbeiten musste, sondern von dieser einen Radwegerastplatz im Todenhäuser Feld in Richtung Mellnau gesponsert bekommt. Über das genaue Aussehen des Platzes hat man sich in Todenhausen ausführlich beraten. „Der Platz soll begrünt bleiben und wird mit einem Bagger und Erde gerade gezogen. Außerdem werden eine Tisch-Bank-Kombination, ein Fahrradständer und eine Ruhebank aus Holz aufgestellt“, berichtet Funk. Spatenstich ist dann am 7. November.

Der Ortsvorsteher berichtete auch über den Besuch der Landrätin in Todenhausen. „Frau Fründt zeigte sich beeindruckt vom Verkehr im Ort, konnte derzeit aber auch noch keine genauen Auskünfte zur Umgehungsstraße geben“, so Funk. Auch das Thema Windräder sprach der Ortsvorsteher beim Treffen nochmals an. Aufgrund des bisherigen Geräuschpegels durch den Verkehr wäre eine zusätzliche Lärmbelastung durch Windräder im Ort nur ungern gesehen. „Zum Thema Bedarfshaltestelle der Deutschen Bahn zeigte die Landrätin eine offene Haltung, ohne jedoch konkrete Versprechen zu machen“, sagte Funk weiter, sodass man im Ort weiterhin auf einen Bahnstopp hoffen dürfe.

Der Damm soll nicht die Sicht versperren

Doch nicht alle Planungen für den Ort werden positiv aufgenommen. Beim in der Nähe der Bahnstrecke geplanten Damm stößt man in Todenhausen auf Unverständnis. „Ich weiß nicht, wieso man hier ein riesiges Becken, das die Sicht versperrt, bauen möchte“, sagte Funk mit verärgerter Stimme. „Ein gutes Beispiel ist das Lahntal. Da hat man Lösungen gefunden, die sich auch gut in die Landschaft integrieren lassen.“

Weitere Themen der Sitzung waren die in 2016 anstehende Kommunalwahl, die Verwaltung des Friedhofs, der dortige Containerstandort sowie die Teilnahme am Festzug beim Goßfeldener Grenzgang im kommenden Jahr und ein neu gedruckter Flyer zum Thema „Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser“.

von Sarah Stolle


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