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Blindgänger-Gefahr teilweise gebannt

Entwarnung Blindgänger-Gefahr teilweise gebannt

Experten schätzen, dass in Deutschland noch Zehntausende Weltkriegsbomben unentdeckt im Erdboden liegen. Da, wo Bombenkrater nachgewiesen sind, kann es also ganz plötzlich mal gefährlich werden – auch mitten im Wald.

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Dieser Wald oberhalb von Sarnau ist nach möglichen Blindgängern untersucht und für die Öffentlichkeit wieder freigegeben worden.

Quelle: Thorsten Richter

Cölbe. Kriegshandlungen, resultierend aus den Tagen des Vormarschs der Alliierten im Zweiten Weltkrieg, rücken immer wieder in den Fokus, wenn etwa bei Bauarbeiten „Blindgänger“ gefunden werden. Bomben, die nach dem Auftreffen auf den Boden nicht explodierten, sondern im Erdreich verschwanden. Bomben fielen nicht nur auf menschlich geschaffene Infrastruktur wie Straßen und Eisenbahnlinien.

Viele Bomben landeten auch mitten in Feld, Wald und Flur. Und damit sind wir beim Thema „Bomben im Wald“. So wurden die Waldinteressenten Cölbe vergangenes Jahr vom Kampfmittelräumdienst darüber in Kenntnis gesetzt, dass große Teile ihrer Waldflächen zwischen Cölbe und Sarnau zahlreiche Bombenkrater aufweisen. Deutlich zu sehen auf einem Luftbild. Der Rest ist bekannt von der Sperrung der Flächen über die zunächst unsichere Finanzierung bis zur Kostenübernahme durch das Land Hessen.

Einige Freiflächen sind wieder zugänglich

Mit Beginn der notwendigen Überprüfungsarbeiten, um eben „Blindgänger“ als tickende Gefahren ausschließen zu können, informiert der Vorstand der Waldinteressenten über den Fortgang der Arbeiten auf seiner Homepage. Schließlich geht es ihm auch darum, die Bevölkerung auf dem Laufenden zu halten, welche Teile gesperrt, welche wieder zugänglich sind. „Jetzt zum Beginn der Freiluftsaison ist es sicher angebracht, darüber zu informieren, dass einige Flächen wieder frei zugänglich sind“, sagt Markus Dörnbach, Vorsitzender der  Waldinteressenten Cölbe.

Mittlerweile kann eine große Fläche des Waldes als „abgesucht“ und damit auch als „unbelastet“ eingestuft werden. Doch die Arbeiten sind in ihrer Gesamtheit noch nicht beendet. Weitergehende Planungen reichen bis in das Jahr 2018. Dörnbach teilt mit, dass die Überprüfungsarbeiten, die in diesem Jahr stattfinden werden, gerade vom Kampfmittelräumdienst terminiert wurden. 

Kampfmittelräumungsarbeiten im Burgwald

Als Zeitfenster wird die Spanne vom 10. August bis 4. Dezember angegeben. Ebenfalls in diesem Jahr sollen auch Kampfmittelräumungsarbeiten im Staatswald Burgwald (18. Juli bis 23. September) und auf Flächen der Gemeinde Lahntal (ab August) stattfinden. Entsprechenden Hinweis- beziehungsweise Betretungsverbotsschildern sei unbedingt Folge zu leisten.

Dörnbach weiß das Verständnis der Bürger zu schätzen: „Im Namen der Waldinteressenten möchte ich mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern und Institutionen für die Unterstützung bedanken.“ – Und auch Angelika Löber, die heimische SPD-Landtagsabgeordnete habe einen guten Job in Wiesbaden gemacht und die hiesige Thematik im Landtag vertreten.

  • Auf der Homepage der Waldinteressenten Cölbe unter www.wald-coelbe.de sind einige Detailkarten hinterlegt, die über den aktuellen Stand der Dinge Auskunft geben.

von Götz Schaub

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