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Bläserchor verzaubert mit bester Musik

111 Jahre aktiv Bläserchor verzaubert mit bester Musik

„Magic Moments“ lautete das Motto beim Konzert des Bläserchors Schönstadt, der sich in eine Big Band verwandelte und „zauberhafte“ Überraschungen für die Zuhörer vorbereitet hatte, die ihre Wirkung nicht verfehlten.

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Ein abwechslungsreiches Programm boten auch die Jungbläser des Vereins.

Quelle: Manfred Schubert

Schönstadt. Zauberhaft in mehrfacher Hinsicht war das, was sich der Bläserchor zum Abschluss seiner Feierlichkeiten aus Anlass des 111-jährigen Bestehens hat einfallen lassen. An erster Stelle, wie er sich selbst präsentierte und seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellte.

Ursprünglich als kirchlicher Posaunenchor gegründet, der ab den 1960er Jahren sein Repertoire um volkstümliche Blasmusik erweiterte und zum Ende des Jahrtausends auch moderne und symphonische Stücke einstudierte, trat er nun erstmals ausschließlich im modernen Big-Band-Sound vor sein staunendes Publikum.

Die Bläser unter Leitung von Holger Nau ließen es swingen mit „The saints’ Hallelujah“, verkündeten „All you need is love“ und meisterten auch neuere Popwerke, instrumental wie „You raise me up“ mit stimmungsvollem Euphoniumsolo von Hans-Peter Wagner oder als Begleiter gesungener Stücke. Jessica Lenz und Frauke Pontow begeisterten mit schönem, harmonischem Duettgesang beispielsweise bei „Somebody that I used to know“ von Gotye.

Auch die Pausen zwischen den einzelnen Stücken waren voller Magie. Sehr unterhaltsamer, oft lustiger und spannender Magie. Denn durch das Programm führte ein echter Magier, der bekannte Zauberer Juno, der sich natürlich nicht auf das Ansagen der Auftritte beschränkte, sondern seine Kunststücke vorführte und Kinder wie Erwachsene, die teilweise auch assistieren durften, faszinierte.

Dass der musikalische Nachwuchs des Bläserchores die Konzerte bereichert, ist schon lange selbstverständlich. Nahezu filmreif präsentierten sich die Jungbläser mit den Stücken „My heart will go on“ aus dem Leinwandepos „Titanic“ und mit „Fluch der Karibik“.

Neu dagegen war die erstmalige Zusammenarbeit zwischen Bläserchor und dem Kinder- und Jugendchor „Kernige Kids“ der evangelischen Kirchengemeinde. Die etwa 30 Fünf- bis Zwölfjährigen unter Leitung von Jessica Lenz ließen die Zuhörer an dem Spaß und der Begeisterung, mit der sie Lieder wie „Schnakenrock“, „Mops gemopst“ oder, mit Gesangsunterstützung aus dem Bläserchor, „Ich hätt’ so gern ein Nashorn“, vortrugen.

Noch besser wurde es, als am Ende bei dem gemeinsamen Stück „The lion sleeps tonight“ die Kinder auf dunkler Bühne die Geräusche eines langsam einsetzenden Gewitters nachahmten. Beim Schlusslied „Rock my Soul“ ging das Licht im Saal wieder an und alle waren aufgefordert, bei den von den „Kernigen Kids“ vorgeführten Bewegungen mitzumachen. Natürlich musste der Bläserchor dem begeisterten Publikum den Wunsch nach einer Zugabe erfüllen. Er tat dies mit dem druckvollen Stück „Kernkraft 400“.

Mit dem zweistündigen Konzert, für das kein Eintritt erhoben, sondern um Spenden zugunsten der Jungbläser, der Bläserklasse der Grundschule und der Kernigen Kids gebeten wurde, war der Abend im Bürgerhaus aber noch lange nicht vorbei. Bei der anschließenden Kinderdisco konnten sich zunächst die jüngeren der etwa 270 Besucher austoben, danach waren die Erwachsenen bei der Abschlussparty an der Reihe.

von Manfred Schubert

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