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Besucher gehen in die Luft - real und im Simulator

Schönstadt Besucher gehen in die Luft - real und im Simulator

Wenn der Kurhessische Verein für Luftfahrt einen Tag der offenen Tür veranstaltet, herrscht reges Treiben auf dem sonst eher stillen Start- und Landeplatz nahe Schönstadt.

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Nicht nur auf dem Flugfeld, auch in den Hangars des Schönstädter Flugplatzes gab es einiges zu sehen, zum Beispiel den Segelflugsimulator.Foto: Heinz-Dieter Henkel

Schönstadt. Alle drei Minuten bekamen die Besucher am Wochenenden einen Start oder eine Landung zu sehen. Aber nur bei gutem Wetter. Mit einsetzendem Regen flüchteten Mitglieder, Helfer und Besucher in die neu überdachten Hangars. Dann ruhte draußen der Flugverkehr und verdeutlichte, wie abhängig doch die Luftfahrt auch von Launen der Natur ist.

Auch das geplante Ballonglühen konnte wegen der Witterung nur in abgewandelter Form auf dem Boden stattfinden. So bekamen die rund 200 extra angereisten Zuschauer doch noch etwas Eindrucksvolles zu sehen.

Von Motorflugzeug über Segelflieger und Heißluftballon bis hin zum Modellflugzeugbau reicht die Bandbreite der Aktivitäten des bereits im Jahre 1909 gegründeten Marburger Vereins, die allesamt demonstriert, zum Teil auch von Interessierten ausprobiert werden konnten.

„Wir sind gerade dabei, eine separate Sparte für Ultraleichtflugzeuge zu Gründen“, verriet Pressesprecher und Schatzmeister Werner Hoffarth die neuesten Überlegungen im Verein. Nicht ohne Stolz zeigt er auf das neu angeschaffte Elektro-Fahrzeug, mit dem gelandete Flugzeuge schneller von der Landebahn geholt werden können.

Während des Regens stand der Flugsimulator im Mittelpunkt. Hier konnte jeder unter Anleitung mit einem Segelflugzeug „seine Runden drehen“. Eine leise Geräuschkulisse ergänzte die drei Bildschirme, die einen Panoramablick ermöglichten.

Gleich nebenan gab es direkt vom Piloten Erläuterungen zu Segel- und Motorflugzeugen. Man konnte erfahren, dass jedes Flugzeug einmal im Jahr zur Materialprüfung muss oder der Flugplatz Schönstadt ein Verkehrsflugplatz ist, dessen Turm in den Sommermonaten von 9 bis 20 Uhr besetzt ist.

Neben den eigenen Flugzeugen waren auch zahlreiche Gäste mit ihren Maschinen zum Tag der offenen Tür gekommen und ergänzten eindrucksvoll den eigenen Flugzeugpark. Aus dem Polizeimuseum gab es für die Besucher einige Oldtimer zu sehen und der Porscheclub fuhr mit einer ganzen Armada von Alt bis Neu vor.

War der Samstag etwas verregnet entschädigte der Sonntag mit geschätzt mehr als 2000 Besucher, was den Veranstalter ein überaus zufriedenes Fazit ziehen ließ.

von Heinz-Dieter Henkel

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