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„Beste Perspektiven mit Stadtwerken“

Strom- und Gaskonzessionen „Beste Perspektiven mit Stadtwerken“

Äußerst knapp fielen am Dienstag die Entscheidungen zur Neuvergabe der Strom- und Gaskonzessionen im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Wetter aus.

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Das Blockheizkraftwerk neben der Wollenbergschule in Wetter beliefert unter anderem die Schule, die Stadthalle und das städtische Hallenbad mit Wärme.

Quelle: Michael Agricola

Wetter. Der Ausschuss empfahl den Stadtverordneten am Ende mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linke die Annahme eines Magistratsantrags, nach dem die Stadt den Wegenutzungsvertrag (Konzession) nicht mehr an den bisherigen Netzbetreiber Eon Mitte, sondern an die Stadtwerke Marburg geben und der neuen Betreibergesellschaft „Energie Marburg-Biedenkopf“ mit Stadtwerken und weiteren Kommunen beitreten sollte.

Zuvor war ein Antrag der CDU auf Verschiebung der Entscheidung denkbar knapp gescheitert. Fünf Jastimmen von CDU und Linke standen fünf Neinstimmen von SPD und Grünen gegenüber. Die CDU sprach sich nicht grundsätzlich gegen das Stadtwerke-Modell aus, sie fordert aber noch mehr Zeit für die Entscheidungsfindung und entsprechend die Vertagung auf die Zeit nach der Wahl.

Unter Zeitdruck sei man nicht, denn es müsse nicht zwingend bis zum Vertragsende schon eine Entscheidung gefallen sein. In diesem Fall würde der Vertrag mit Eon automatisch um ein Jahr zu den alten Konditionen weiterlaufen.

Die durch die Verschiebung gewonnene Zeit hätte nach dem Wunsch der CDU dazu genutzt werden sollen, „um die Möglichkeiten einer Neukonzeption der Nahwärmeversorgung in der Stadt Wetter; die Möglichkeiten eines steuerlichen Querverbundes unter Einschluss des Hallenbades sowie der Beteiligung der Stadt Wetter an den Strom- und Erdgasnetzen im Stadtgebiet zu prüfen“, so Fraktionschef Volker Drothler.

Dem CDU-Begehren widersprachen sowohl Harald Althaus von der SPD als auch Klaus Gerber und Stadträtin Christa Künzel (Grüne) vehement. Seit zwei Jahren beschäftigten sich die Stromkommission und die Gremien der Stadt mit dem Thema und das Ergebnis werde sich nicht ändern, wenn man noch weiter diskutiere. Zu groß seien im Vergleich zum Eon-Angebot Vorteile und Chancen, die sich der Stadt böten, wenn man sich der gemeinsamen Betreibergesellschaft mit dem Versorgungsunternehmen und inzwischen bereits sieben weiteren Städten und Gemeinden anschließe.

von Michael Agricola

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