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Beim Dosenwerfen platzt der Traum

Amönau im Radio Beim Dosenwerfen platzt der Traum

Zum Sprung nach ganz vorn hat es nicht gereicht. Aber die Amönauer hatten viel Spaß bei ihrem Radio-Auftritt im Hessischen Rundfunk. Und am Ende einen verputzten Backhaus-Innenraum.

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Die Burschen- und Mädchenschaft hatte sich gut vorbereitet und baute in einer Minute einen 1,40 Meter hohen Turm aus Holzklötzen (von links): Joscha Lind, Annalena Fett, Laura Barthmann, Franziska Wagner, Alexander Damm, Pascal Specht und Nico Feußner. Gute Stimmung herrschte bei den 120 Gästen im DGH.Fotos: Schubert

Quelle: Manfred Schubert

Amönau. Am Ende ärgerte sich niemand mehr als Felix Lind. Tatsächlich hatte es der Schüler und Feuerwehrmann in der Hand gehabt, den Heimatverein an die Spitze der Vereinsliga bei „Mein Verein in HR4“ zu katapultieren und ihm die Chance auf den Gewinn von 5000 Euro zu bewahren. Dazu hätte er allerdings beim letzten Spiel, dem Büchsenwerfen, mit einem Wurf alle sechs Dosen abräumen müssen, um den derzeit mit 3390 Punkten vorn liegenden TV Salmünster zu überholen.

Dies ist bisher noch keinem der bislang 21 teilgenommen habenden Vereine gelungen, im Gegenteil, die Mehrzahl hat bei diesem Spiel, bei dem eine gefallene Dose 100 Punkte einbringt, nichts eingefahren. Und HR-4-Moderator Carsten Gohlke hatte vor dem Wurf noch gewarnt, die meisten Spieler würden den Ball an das Holzbrett unterhalb der Büchsen platzieren. Prompt erging es Lind ebenso.

Dafür lief es bei den anderen Aufgaben recht gut. Als „48-Stunden-Aufgabe“ war dem Heimatverein am Freitag gegen 15.30 Uhr aufgetragen worden, den Innenraum des Backhauses bis Sonntagnachmittag zu verputzen. Das schafften zehn fleißige Helfer, wobei die Schwierigkeit vor allem darin lag, zwischen dem Aufbringen der Putzschichten die Lagen zu trocknen. Dazu setzte man Heizlüfter ein. Das Backhaus ist größtenteils saniert und wird seit über einem Jahr alle vier Wochen von der Back-IG zum gemeinschaftlichen Brotbacken mit Spaß und Kommunikation genutzt.

Damit waren die ersten 1000 Punkte gesichert. Weitere 1400 Punkte holte das Team der Burschen- und Mädchenschaft, die innerhalb einer Minute aus Holzklötzchen einen 1,40 Meter hohen Turm baute. Der Clou dabei war die auf die Spitze gesetzte „Antenne“, die zusätzliche Zentimeter brachte.

Schließlich wurden innerhalb von 34 Sekunden fünf Musiktitel angespielt. Beim Raten durften alle Anwesenden mithelfen, auch hierfür blieb nur eine Minute Zeit. Erkannt wurden „Ohne dich“ von der Münchener Freiheit, „Aufrecht geh’n“ von Mary Roos und „SOS“ von Abba, nicht dagegen „One way ticket“ von Eruption und „Jugendliebe“ von Ute Freudenberg. Für die richtigen Titel und Interpreten gab es 450 Punkte. Mit den erreichten 2850 Punkten liegt der Heimatverein Amönau derzeit auf Platz 9 der HR-4-Vereinsliga.

Falls man die als Siegesprämie dem „Verein des Jahres“ winkenden 5000 Euro gewonnen hätte, so wären diese in neue Geräte und einen Sonnenschutz für den Spielplatz investiert worden, hatte der Heimatvereins-Vorsitzende Kurt Muth im Interview mit Christiane Hillebrand vom Studio Gießen und Moderator Carsten Gohlke berichtet. Somit bleibt, dass er und weitere Vereinsvertreter die Gelegenheit nutzen konnten, den Heimatverein, den Rapunzelmarkt und Amönau geschätzten 200000 Radiohörern am Sonntag vorzustellen.

Und dass etwa 120 Gäste im Dorfgemeinschaftshaus einen kurzweiligen Nachmittag während der zweistündigen Sendung und darüber hinaus verbringen durften. Für die Verpflegung sorgten die Turnhansels, der kleinste Amönauer Verein. Die 18 Damen hatten acht Bleche verschiedener Kuchen gebacken, dazu gab es Backhausbrot-Schmalzschnitten - und am Ende war fast alles weg.

Vielleicht profitiert der nächste teilnehmende Verein aus unserem Landkreis von den Amönauer Erfahrungen und übt schon fleißig Turmbau und Büchsenwerfen. Am Sonntag wird sich der Waldkindergarten Ebsdorfergrund „Die Waldbienen“ im Dorfgemeinschaftshaus in Roßberg ab 15 Uhr präsentieren und um Punkte für den Sieg kämpfen.

von Manfred Schubert

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