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Barrierefreiheit für Haltepunkt Bürgeln

Neues Konzept Barrierefreiheit für Haltepunkt Bürgeln

Bürgeln soll einen modernen Bahnhof bekommen. Die Züge werden dann besser für Menschen mit Behinderung und für Radfahrer zugänglich sein. Im April 2020 soll der Umbau beginnen.

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Der Bahnhaltepunkt in Bürgeln soll modernisiert werden.

Quelle: Götz Schaub

Bürgeln. Rund zehn Jahre lang sorgte die gewünschte Modernisierung beziehungsweise der Umbau des Bahnhaltepunkts in Bürgeln für viele Diskussionen und dauerhaften Gesprächsbedarf. Nach wieder und wieder verworfenen Vorschlägen haben sich nun der Rhein-Main-Verkehrsverbund und die Gemeinde Cölbe auf ein Konzept ­geeinigt. Die abgeschlossenen Planungen wurden am Dienstagabend von Gustav Thiemann vom Ingenieurbüro Hasselmann & Müller und Carsten Hoepfner, Leiter des Bahnhofsmanagement Gießen in der Mehrzweckhalle Bürgeln vorgestellt.

Der geplanten Modernisierung des Haltepunkts Bürgeln lagen die Anzahl der Reisenden von 246 pro Tag sowie die gegebenen Örtlichkeiten auf der elektrifizierten Hochgeschwindigkeitsstrecke Kassel-Frankfurt zugrunde.

Neue Wege geplant

Barrierefreiheit und Sicherheit hätten oberste Priorität, so Bürgermeister Volker Carle. Mit dem Umbau dort wolle er auch dem Radtourismus problemlose Ein- und Aussteigemöglichkeiten eröffnen, die am Cölber Bahnhof nicht gegeben seien.

Der Zugang über einen neu ausgebauten, etwa 30 Meter langen Gehweg zum Bahnsteig 1 soll über eine neu errichtete Treppe an alter Stelle und eine barrierefreie Rampe erfolgen. Die beiden Außenbahnsteige 1 und 2 in Bürgeln sollen künftig 240 Meter lang sein, 76 Zentimeter hoch und zwischen 2 Meter und 2,50 Meter breit. Sie werden jeweils mit einem gläsernen Wetterschutzhaus und einem Fahrscheinautomaten ausgestattet. Der Fahrgast erreicht den Bahnsteig 2 ebenfalls über einen neuen Gehweg von rund 40 Metern Länge, eine neue Treppe und barrierefreie Rampe.

Rund 3 Millionen Euro wurden für das Projekt veranschlagt. Zudem beinhaltet es die Erneuerung der gesamten Beleuchtung, ein modernes Wegeleitsystem auf den Bahnsteigen auch für behinderte Menschen, mechanische Sicherungsanlagen, eine Fahrgast-Informationsanlage, Entwässerung und Ausstattung.

Auch Ortsvorsteher Jörg Block begrüßte die Maßnahme, die nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens voraussichtlich im April 2020 beginnen soll.

Während der Bauzeit sind zwei Mal Schließungen der Strecke­ von jeweils sechs Wochen in ­jeweils eine Richtung geplant.

Auch die erschienenen Bürger standen den Planungen größtenteils positiv gegenüber. Dennoch beschäftigte viele die Frage, wie das nach wie vor zu ­beobachtende lebensgefährliche Überqueren der Gleise an dieser Stelle verhindert werden könne. Zäune, Unter- beziehungsweise Überführungen sind gemessen an der Fahrgastzahl aus Kostengründen nicht möglich und konnten bei den Planungen nicht berücksichtigt werden. Es bliebe nur die Möglichkeit, neben Warnhinweisen und Verbotsschildern, an die ­Eigenverantwortlichkeit eines jeden Einzelnen zu appellieren.

von Elvira Rübeling

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