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Bagger bewegen tonnenweise Erde

„MüWeLa“-Ortsumgehung Bagger bewegen tonnenweise Erde

Bis Ende 2017 soll der erste 5,5-Kilometer lange Abschnitt der seit mehr als 40 Jahren geplanten Ortsumgehung für die Kommunen Lahntal, Wetter und Münchhausen tatsächlich fertig sein.

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Zwischen Lahntal und Wetter herrscht dieser Tage viel Baustellenverkehr. Dazwischen bestellen Landwirte ihre Felder.

Quelle: Thorsten Richter

Wetter. Ende Juli 2013 erfolgte der symbolische erste Spatenstich für die insgesamt 17,5 Kilometer lange neue B 252. Jetzt stehen die Sommermonate des Jahres 2016 an und von einer Entlastung ist schlichtweg nichts zu spüren.
Nun, das war eine unfaire Bemerkung. – Wie soll sie auch zu spüren sein? Die zukünftige B 252 muss buchstäblich aus der Landschaft entwachsen und das braucht nun mal Zeit.

Wer selbst Zeit hat und sich der Baustelle zwischen Wetter und Goßfelden mal anschaut, dürfte leicht überwältigt sein, wie viel Erde dort bewegt wurde und noch wird, um die Trasse herzustellen.

Vorabeiten dauern schon sehr lange an

Wer noch den Bau der Ortsumgehung der B 255 bei Ober- und Niederweimar im Kopf hat, weiß, dass der eigentliche Straßenbau, also die Herstellung der Fahrbahn sehr schnell vonstatten geht, wenn erst einmal alle Vorarbeiten abgeschlossen sind. Aber diese Vorarbeiten dauern eben schon sehr lange, denn es gilt, nicht nur die Trasse herzustellen, sondern auch allein im ersten Bauabschnitt 14 Einzelbauwerke zu errichten, um über Unter- und Überführungen die lokale Infrastruktur zu sichern, ehe der Verkehr dann rollen kann.

Zur lokalen Infrastruktur gehören natürlich auch die L 3381, die Goßfelden mit Wetter verbindet, sowie die K 84, die zwischen Sterzhausen und Wetter verläuft. Beide Straßen sind derzeit komplett gesperrt, weil dort entsprechende Unter- und Überführungen gebaut werden. Und: „Im Zuge der Bauarbeiten rund um die K 84 wurde ein Kabel gefunden, mit dem wir so nicht gerechnet haben“, sagt Eugen Reichwein, Regionaler Bevollmächtigter Westhessen von Hessen Mobil Straßen- und Verkehrsmanagement. Die deshalb zusätzlich notwendig gewordenen Arbeiten sorgen dafür, dass die Straße gut sechs Wochen länger als geplant gesperrt bleiben muss. „Aktuell rechnen wir damit, die K 84 Mitte Juli wieder freigeben zu können“, sagt Reichwein.

In Sommerferien wird die L 3091 voll gesperrt

Die Bauwerke am Rande der Stadt Wetter Richtung Amönau sind bereits fertiggestellt. Die Brücke wird dabei die L 3091 über die neue B 252 führen. Ab Juli wird dieser Anschluss in Angriff genommen. Das bedeutet, dass es in den Sommerferien zu einer Vollsperrung der L 3091 kommt. Die Umleitungen führen dann über die L 3092 und  zwischen Brungershausen und Göttingen über die B 62.

Der komplette erste Bauabschnitt soll Ende kommenden Jahres dann fertig sein. Dem ungeachtet soll noch in diesem Jahr der zweite Bauabschnitt begonnen werden. Dieser unterteilt sich in zwei Teile, den nördlichen zwischen Wetter und Münchhausen sowie den südlichen bis nach Göttingen. Allein der nördliche Teil wird wie der erste Bauabschnitt 14 Brückenbauwerke bedingen und darüber hinaus stolze zehn Regenrückhaltebecken, bevor die Straße Wirklichkeit werden kann. Im Süden sind es nur 3,5 Kiloter, die dann noch gebaut werden müssen, aber auch dort sind sieben Brückenbauwerke mit eingeplant.

Ein Ende der Arbeiten für 2020 vorauszusagen, sieht man bei Hessen Mobil offenbar doch etwas zu optimistisch. Derzeitige Schätzungen tendieren doch eher gegen 2021 oder gar 2022.  Dann werden 17,5 Kilometer Straße für völlig veränderte Situationen sorgen. In den Dörfern, durch die die B 252 derzeit noch verläuft, aber auch für Firmen, die so schneller in oder aus dem nordhessischen Raum liefern können.

 
Hintergrund
Laut Hessen Mobil ist die 17,5 Kilometer lange neue Umgehungsstraße „ein bedeutender Baustein einer ortsdurchfahrtsfreien Verbindung zwischen der A 44 (Diemelstadt im Norden) und der 4-streifigen B 3 bei Marburg im Süden“. Die Gesamtkosten werden derzeit mit 94 Millionen Euro angegeben.

von Götz Schaub

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