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Backhaus ist einsatzbereit

Sterzhausen Backhaus ist einsatzbereit

Nun ist er fast fertig: Der neue Dorfbackofen für Sterzhausen in der kleinen Scheune von Krafts Hof muss nur noch verfugt werden, dann kann wieder wie früher Brot gebacken werden.

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Stolz auf den neuen traditionellen Dorfbackofen (von links): Michael Meinel, der Vorsitzende des Kulturvereins Günter Grczelschak, Tobias Heuft und der Ofenbauer Rudolf Göllner. Foto: Koelschtzky

Sterzhausen. Der Kulturverein hat tatkräftig mit angepackt, eine Gruppe von 15 Backinteressierten steht in den Startlöchern. Im Rahmen der Dorfererneuerung in Sterzhausen war der Wunsch nach einem Dorfbackhaus aufgekommen, berichtet Michael Meinel vom Kulturverein. Das alte Backhaus sei nicht mehr zu reparieren gewesen, außerdem befinde es sich in Privatbesitz. Deshalb wurde ein neuer Standort in der kleinen Scheune von Krafts Hof gefunden, wo der „Kulturverein Krafts Hof“ bereits Dorfcafé und Generationentreffpunkt betreibt.

Aber nicht nur der Wunsch einte die Backinteressenten, sie haben auch gleich tatkräftig zugepackt: Nachdem die Gemeinde einen langfristigen Pachtvertrag für das Gebäude abgeschlossen hatte, ging es los.

Mehr als 500 Arbeitsstunden wurden geleistet. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten am und im Gebäude (die OP berichtete), kamen nun die Ofen-Profis ins Spiel: Die traditionsreiche Ofenbauerfirma Heuft aus Bell übernahm den Auftrag, mit Tobias Heuft kam die sechste Generation des Familienbetriebs nach Sterzhausen. „Bell liegt in der traditionellen Ofenbauergegend, weil es dort durch die Vulkane in der Eifel genau die Sorte Tuff gibt, die man für die Ofengrundplatte braucht“, erzählt er. Eine solche Tuffplatte, nicht zu hart und nicht zu weich, um die Hitze in genau der richtigen Stärke an das Backgut weiter zu geben, ist nun auch die Basis des Sterzhäuser Dorfbackofens.

Nun kommt noch eine Sandpackung auf den Ofen, das Mauerwerk muss noch verfugt werden und dann langsam angeheizt: Über Wochen wird der neue Backofen von anfangs 50 Grad täglich um 20 Grad weiter hochgeheizt, bis die nötige Temperatur für Brot und Kuchen erreicht wird. „Das muss sein, damit keine Risse entstehen und der Ofen langsam austrocknen kann“, erklärt Tobias Bell.

Bis zum ersten Backen wollen die Sterzhäuser noch warten: Zum Erntedankfest wollen Backinteressenten und Kulturverein den Ofen offiziell in Betrieb nehmen.

von Martina Koelschtzky

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