Der BMW-Geländewagen wurde bei der Kollision mit dem aus Richtung Frankenberg kommenden Regionalzug vom Gleis geschleudert.
Simtshausen. Der Zug erfasste die Frontpartie des Autos und schleuderte es um gut 180 Grad herum. Der Fahrer, der allein in dem Unfallwagen saß, entstieg unverletzt seinem total beschädigten Auto. Auch der Lokführer und die 20 Passagiere blieben unversehrt. Die Reisenden wurden zum Teil mit Privatfahrzeugen und einem Bus weitertransportiert
Die Burgwaldbahn-Strecke war für Stunden gesperrt. Die Bahn setzte ersatzweise Busse ein. Der von der Bundesstraße 252 abgebogene Unfallfahrer wollte in Simtshausen einen Kunden besuchen. Er gab gegenüber der Polizei an, von der tief stehenden Sonne geblendet worden zu sein. Ein Bahnmitarbeiter erklärte, dass das Schneeleitblech und vermutlich auch die Elektronik des Triebwagens beschädigt worden seien. Eine junge Passantin erlebte am Dienstag am Unglücksort ein Déjà-vu. Sie war erst vor wenigen Wochen an gleicher Stelle als Beifahrerin ihres Bruders mit einem Zug kollidiert – ebenfalls in einem schwarzen BMW.
Nach Mitteilung der Bundespolizei entstand bei dem Unfall ein Gesamtschaden von rund 45.000 Euro. Wie der 57-jährige Fahrer den Bundespolizisten sagte, sei er durch die tief stehende Sonne geblendet gewesen und hätte den Zug erst im letzten Moment gesehen. Die eingleisige Bahnstrecke war in der Zeit von 17.12 Uhr bis 18.55 Uhr gesperrt. Die Bundespolizeiinspektion Kassel ermittelt wegen eines „Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr“.
von Matthias Mayer
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Kommentare
*** B 252 – 08.03.10
Bei dem ersten Unfall war es ein Audi, kein BMW