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„Aus Bürgeln muss ein Zeichen kommen“

Bürgerversammlung „Aus Bürgeln muss ein Zeichen kommen“

Um den Erhalt der Alten Kirche ging es bei einer Bürgerversammlung, die in dieser stattfand. Förderkreis und Kulturverein plädieren für eine Übernahme durch die Gemeinde, weil diese die meisten Fördergelder erhalten würde.

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33 Personen kamen zu der Bürgerversammlung, um über die Zukunft der Alten Kirche Bürgeln zu diskutieren.

Quelle: Manfred Schubert

Bürgeln. Der Versammlung vorangegangen waren eine Führung und Erläuterungen zu der Kirche von Dr. Kurt Bunke, Vorsitzender des Kulturvereins Alte Kirche Bürgeln. Stellungnahmen von Bürgermeister Volker Carle, Ortsvorsteher Erich Sohn, Dr. Bernhard Buchstab vom Landesamt für Denkmalpflege Marburg, Dr. Bunke und Pfarrer Dr. Alexander Prieur eröffneten die Diskussion, die Heinrich Palz-Gerling, Vorsitzender der Gemeindevertretung, leitete.

„Aus dem Ort muss ein deutliches Zeichen kommen“, forderte Carle gleich zu Beginn. Er erinnerte daran, dass es mit dem Marburger Verein „Förderkreis Alte Kirchen“ Menschen von außerhalb gewesen waren, die den drohenden Abriss der 1973 durch ein neues Gotteshaus ersetzten Kirche verhinderten. Bürgeln müsse verdeutlichen, dass die Alte Kirche ein Identitätssymbol sei, dann falle den Gemeindevertretern die Entscheidung leichter. „Wenn die Bürgelner etwas auf den Tisch legen, ist die Gemeinde bereit, zuzuschießen“, fügte er später hinzu.

Erich Sohn war enttäuscht von den lediglich 33 Teilnehmern, insbesondere von denen, die sonst immer darüber reden, sehe er an diesem Abend viel zu wenige. Aber der Ortsbeirat habe immer einstimmig für den Erhalt der Kirche plädiert. Dr. Buchstab als zuständiger Bezirksdenkmalpfleger und Cölber Einwohner erinnerte daran, dass die Alte Kirche das bedeutendste Denkmal Bürgelns sei, in dem die meiste Geschichte des Ortes stecke. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahren müsse mit Maßnahmen zu ihrem Erhalt begonnen werden, damit die bestehenden Schäden nicht noch größer würden.

Die Chance, die Kirche dauerhaft gemeinsam mit dem Förderkreis zu erhalten, sei erfahrungsgemäß bei einer Übernahme durch die Kommune am größten. „So lange keine Nutzung des Gebäudes stattfindet, fließen auch keine Gelder hinein.“ Den Investitionsbedarf siedelte Dr. Buchstab „im sechsstelligen Bereich“ an, „ein paar zehntausend Euro“ koste es, um nur die nötigsten Dinge zu tun und das Gebäude weiterhin nutzen zu können.

von Manfred Schubert

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