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Auf zu neuen Ufern und bereit für Taten

Initiative Schönstadt Auf zu neuen Ufern und bereit für Taten

Es gibt immer etwas zu tun. Dazu reißen die Pflege- und Unterhaltungsarbeiten nicht ab. Trotzdem gibt es in Schönstadt Menschen, die sich darüber hinaus auch wieder für neue Aufgaben und Projekte begeistern können.

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Regine Hassenpflug (von links), Werner Huber, Hannes Weber sowie Peter und Jutta Seip gehören zu dem Kern der Initiative. Nach
einer längeren Pause sind sie bereit, wieder neue Projekte für ein lebens- und liebenswertes Schönstadt anzugehen

Quelle: Götz Schaub

Schönstadt. „Es gibt viele Möglichkeiten, dass es nicht gelingt“, sagt Werner Huber. Damit meint er aber nicht das Engagement der Schönstädter. Er spricht viel mehr von der Kunst, richtiges Backhausbrot herzustellen. „Das Backhaus ist in den 60er-Jahren - aus heutiger Sicht leider - abgerissen worden. Es gibt noch eins auf dem Gut, aber da müsste man wohl einiges an Geld reinstecken.“ Bevor man darüber nachdenken will, möchte man erst einmal sehen, ob man die Schönstädter überhaupt zum Backhausbrotbacken animieren kann. „Wir können da sicher etwas mit den Schwarzenbornern machen. Vielleicht findet sich ja eine Gruppe zusammen, so Huber. Und ja, Brot im Backhaus zu backen ist nicht so leicht, wie man es sich vielleicht als Laie vorstellt. Deshalb muss man auch schon etwas Enthusiasmus und Geschick mitbringen, wenn es noch an Erfahrungen mangelt. Aber so eine Backhausgemeinschaft wäre doch auch etwas für Schönstadt, finden die Mitglieder der Initiative „Unser Dorf hat Zukunft“. Ein weiteres Projekt ist für Schönstadt neu, wurde aber schon in vielen Orten erfolgreich umgesetzt. Da darf man auch mal Ideen „abkupfern“. Es geht um Hausnamen und einer entsprechenden Beschilderung der Häuser. Rund 120 Haus- beziehungsweise Dorfnamen haben Jutta und Peter Seip zusammengetragen. „Das wäre doch schade gewesen, wenn die Namen verloren gegangen wären“, sagt Peter Seip. Er hofft auf eine große positive Resonanz aus der Bevölkerung und investiert in dieses Projekt gerne seine Zeit. Auch Jutta Seip empfindet es eher als spannend denn als anstrengend, sich dieser Sache anzunehmen. Unterstützt werden sie bei diesem Projekt von Gisela Ebelt und Stefan Wittmer. Eine weitere Idee ist die Bewirtschaftung eines Gemeinschaftsgartens. „Das rentiert sich natürlich nur, wenn es auch genügend Abnehmer gibt. Das heißt, dann würde ein Landwirt einen Teil seines Ackers nach den Wünschen der Gärtner bestellen. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille im Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ sei es jetzt auch mal an der Zeit die Ortseingangsschilder zu verändern. Und dann wäre da noch der Junkernpfad. „Es ist wichtig, dass der Weg in Ordnung ist. Doch seitdem Wanderwege mehr und mehr zu einem Geschäft werden, wird es auch schwieriger, ehrenamtliche Pfleger dafür zu finden, wenn es Leute gibt, die daran verdienen“, gibt er zu Bedenken. Egal. Die Arbeiten sind anspruchsvoll und manchmal nicht ohne Experten zu handeln. „Wenn da Bäume umkippen und den Weg versperren, kann ich ja nicht mit der Handsäge anrücken“, so Huber. Hingegen planen unter anderem Hannes Weber, Winfried Wolf, Uwe Helfert und Frank Jahn, über nasse Stellen des Weges Stege zu bauen. Wer bei der Pflege des Junkernpfads helfen möchte, meldet sich bei Werner Huber unter Telefon 06427/6579842.

Es gibt noch mehr Ideen wie das Anlegen eines Trimm-Dich-Pfades, die Organisation eines Open-Air-Kinos an der Kirche und ein lebendiger Dorfmittelpunkt mit einem Café-Treff. Die Liste ist keineswegs geschlossen. Wer also noch Ideen hat, kann sie vorstellen und sich an der Umsetzung beteiligen. „Wir suchen Mitstreiter. Aber niemand muss Angst haben, vereinnahmt zu werden. Die Leute können sich auch ganz gezielt ein Projekt heraussuchen und danach wieder aufhören. Niemand wird gezwungen, dabei zu bleiben“, stellt Regine Hassenflug deutlich heraus. Und Werner Huber ergänzt: „Es dürfen sich auch gerne jüngere Mitbürger melden.“

In diesem Monat ist wieder die Vortragsreihe im Winter angelaufen. Bis März gibt es einmal im Monat zumeist im Gemeindehaus neben der Kirche einen Vortragsabend über verschiedene Themen. Allerdings ließ zuletzt die Resonanz etwas zu wünschen übrig. Sollte es diesen Winter nicht besser werden, müsse man auch über das Ende dieses Angebots nachdenken.

von Götz Schaub

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