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Auf der 3000-Euro-Strecke

Spendenlauf Cölbe Auf der 3000-Euro-Strecke

Nach dem Erdbeben im Januar 2010 und einer weltweiten Hilfsaktion ist es still geworden um Haiti, eines der ärmsten Länder der Welt. In Cölbe hat man nicht vergessen, dass dort weiter Hilfe benötigt wird.

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Am Zählstand gab es nach jeder zurückgelegten Runde wahlweise ein Bändchen oder einen Stempel. Auch die kleinsten Läufer machten fleißig mit.Foto: Heinz-Dieter Henkel

Cölbe. Vor vier Jahren wurden Dreiviertel aller Gebäude der Karibikinsel zerstört, etwa 230000 Menschen kamen zu Tode und unzählige Menschen wurden obdachlos.

Auch in Cölbe gab es damals einen Spendenaufruf und auf Initiative von Sophie Schlösser einen ersten Spendenlauf, der letztlich 6000 Euro einbrachte und an eine der Hilfsorganisationen weitergeleitet wurde.

Nun war es wiederum Sophie, diesmal mit Schwester Melanie und Freundin Nina Hertstein und natürlich die Familien der Jugendlichen, die den 2. Spendenlauf am Sonntag maßgeblich unterstützten.

Es wurden Plakate und Flyer erstellt, Verpflegung vorbereitet, Spenden geworben, der Cölber Fußballplatz als Austragungsort organisiert und viel und bunt dekoriert. Bei herrlichem Sonnenschein konnte es pünktlich losgehen. Auch wenn die Anzahl der Läufer zum Auftakt überschaubar blieb, waren die Organisatoren, darunter auch Jugendpfleger Johannes Kirschning, mit der Beteiligung zufrieden. Gelaufen wurde rund um das Spielfeld des FV Cölbe. Für jede absolvierte Runde bekamen die Läufer wahlweise einen Stempel oder ein buntes Bändchen um das Handgelenk. Jeder war aufgerufen, so viel zu laufen wie er konnte oder wollte. Abgerechnet wurde am Schluss.

Insgesamt kamen in viereinhalb Stunden etwa 3000 Euro zusammen. Sagenhafte 100 Runden und damit rund 35 Kilometer absolvierten Christian Schlösser und Erik Hertstein und erwiesen sich als die fleißigsten Spender. Da bei der Premiere auch nach dem Lauf noch Spenden eingingen, dürfte sich auch diesmal die Summe noch einmal erhöhen.

Nutznießer der Spendenaktion soll ein zweckgebundenes Projekt der Kindernothilfe werden. Es geht dabei um die so genannten „Restavecs“. Das sind Kinder, die von ihren Eltern aus der Not heraus an andere Familien zum Arbeiten abgegeben werden. Dabei bleibt die Schulbildung natürlich auf der Strecke. Konkret geht es darum, solchen Kindern nachmittäglich Unterricht zu erteilen, um mit einem Zertifikat später den Einstieg in einen Beruf zu erreichen. Bei der Berufsausbildung können vor Ort die Kosten übernommen werden, so dass letztlich der Start in ein geregeltes, normales Leben auch für benachteiligte Kinder gelingen kann.

von Heinz-Dieter Henkel

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