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Arbeiten in Eigenleistung lassen Projekt gelingen

Vereinsheim TSV Amönau Arbeiten in Eigenleistung lassen Projekt gelingen

Nach der erfolgreichen, mit mehr als 2000 Stunden Eigenleistung erfolgten Sanierung des Vereins- und Sportheims feierte der TSV Amönau am Samstag die Einweihung mit Sport, Dankreden und Musik.

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Das sanierte Vereinsheim u

Quelle: Manfred Schubert

Amönau. Etwas geräumiger, schöner, praktischer und vor allem wärmer ist es geworden, das von 1978 bis 1979 errichtete Vereinsheim des TSV 1911 Amönau, das zugleich als Sportheim der Fußballabteilung dient. Im Winter sei es nur mit hohen Kosten warm zu bekommen gewesen, oft habe man Sitzungen in dicken Winterjacken abgehalten, rief der Vorsitzende Achim Wagner in Erinnerung. Die Elektroheizung konnte nur noch notdürftig repariert werden, Ersatzteile waren kaum noch zu bekommen. Aufgrund ihres Alters habe man sogar eine Anfrage eines Museums bekommen.

Auch an Duschen und Umkleideräumen waren die Jahre nicht spurlos vorübergegangen. Für die dringend notwendige Grundsanierung kam das Konjunkturpaket II gerade recht. Nach einem Öko-Check durch den Landessportbund wurde 2010 eine Prioritätenliste aufgestellt, Diplomingenieur Karl Heinz Otto erstellte die Planung und der Investitionsplan ergab 105000 Euro Kosten, die auf den Punkt eingehalten wurden. Im Juni 2011 kamen die Zuwendungsbescheide: 35000 Euro vom Land Hessen, 10500 von der Stadt Wetter, 9600 vom Kreis, 9000 vom Landessportbund. Der Rest war durch Eigenmittel und vor allem Eigenleistungen aufzubringen.

41 Vereinsmitglieder, darunter viele Ruheständler, arbeiteten seit dem 21. November 2011 bis zum Vortag 2097 Stunden am Heim. „Ohne diese Eigenleistung hätte es schlicht und einfach keine Sanierung gegeben“, unterstrich Wagner. Stellvertretend für diese erwähnte er einen Namen, den des früheren Vorsitzenden und jetzigen Kassenwarts Karl Muth, den er „Bauvater“ nannte. Wann immer dieser konnte, habe er Freizeit, Material und Kenntnisse zur Verfügung gestellt, sich aller Probleme angenommen und sie gelöst, sogar trotz eines operierten Arms. Seine Leistung für den Verein sei unbezahlbar.

Nach all den Anstrengungen wäre es sehr bedauerlich gewesen, wenn nun kein Fußball mehr hier gespielt würde, erinnerte Wagner an die Probleme in dieser Saison. Die Fußballer des TSV Amönau hatten ihren Betrieb in der Kreisliga B Marburg I im Januar aufgrund Spielermangels einstellen müssen. Ein in der Winterpause geschlossener Kooperationsvertrag mit dem VfB Wetter, dessen Reserve ebenfalls in der B-Liga I spielt, ermöglicht den weiteren Spielbetrieb auf dem schönen Sportgelände und bringt dem stark belegten Platz des VfB Wetter Entlastung.

Die Spieler können sich über vergrößerte Umkleideräume und neue Duschen, der Schiedsrichter auf einen Extra-Raum mit eigener Dusche freuen. Der Flur wurde vergrößert, die zum Teil noch einfach verglasten Fenster und die Türen ausgetauscht, das alte Eternitdach entsorgt, ein gedämmtes Blechdach aufgesetzt und eine Öl-Zentralheizung eingebaut. Sämtliche Elektroleitungen wurden neu verlegt und ein Internetanschluss installiert, um die Spielergebnisse in der vorgegebenen Ein-Stunden-Frist durchgeben zu können, und die Terrasse gepflastert.

Ortsvorsteherin Sigrid Diehl und Bürgermeister Kai-Uwe Spanka unterstrichen die Bedeutung des Sportvereins mit seinen Angeboten für das Dorf. Spanka dankte für das große ehrenamtliche Engagement; es sei wichtig, dass kleine Vereine bei solchen Investitionssummen von Land, Kreis und Kommune unterstützt würden.

Die Einweihungsfeier hatte sportlich mit einem Derby begonnen, das auf großes Publikumsinteresse stieß. 150 Zuschauer verfolgten am Nachmittag das Spiel der neu kooperierenden Mannschaft VfB Wetter II/TSV Amönau gegen die SG Rosphe/Mellnau, das 0:0 ausging. Nach dem offiziellen Teil mit Reden und Danksagungen wurde das Sportheim zum kleinen, aber feinen Konzertsaal. Die Gruppe „Challenger“ mit ihrem Amönauer Sänger und Frontmann Klaus Peter spielte Rock der 80er Jahre und sorgte mit Songs von Whitesnake, Toto, Gary Moore und anderen Größen dieser Zeit für Stimmung.

von Manfred Schubert

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