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Amönau singt: „Hier ist immer gut was los!“

Dolles Dorf Amönau singt: „Hier ist immer gut was los!“

Am heutigen Samstag ab 19.30 Uhr werden nicht nur die Amönau gespannt vor dem Fernseher sitzen und schauen, was der Hessische Rundfunk aus ihrem „Dollen Dorf“ mitgenommen hat.

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Links: Kurt Muth (links) im Gespräch mit dem Fernsehteam. Rechts: „Wie ihr seht, wie ihr seht, wir ihr seht, ist es so, dass hier immer was geht, dieses Dorf ist grandios, hier ist immer gut was los!“ Mit dem von Ecki Scherer (links) auf die Schnelle komp

Quelle: Michael Hoffsteter

Amönau. Jeden Donnerstag wird in der Hessenschau ein „Dolles Dorf“ ausgelost. Dort wird freitags ein Porträt des Dorfes gedreht, das in der Hessenschau am Samstag gezeigt wird. Bedingung für die Teilnahme ist, dass der Ort vor der Gebietsreform in Hessen von 1972 weniger als 2000 Einwohner hatte. Diese Bedingung erfüllten zu Beginn der Serie mehr als 1600 Dörfer in Hessen.

Am Donnerstagabend zog Reporterin Nora Enns die Karte „Amönau“ aus der Trommel. Constance Angermann stutzte über den Namen, wusste nicht so recht, ihn richtig auszusprechen. Dabei hätte sie es doch eigentlich wissen müssen, denn 2006 war sie mit der Hessenschau zu Gast in Amönau.

Bei Ortsvorsteherin Sigrid Diehl stand zu dieser Zeit das Telefon schon nicht mehr still. Schließlich flehte sie, „lasst mich doch bitte mal in Frankfurt anrufen“. Glücklicherweise hatten die Amönauer schon einige Zeit vorher einen Plan gefertigt, wie man den Ort im Ernstfall ins rechte Licht rücken könnte.

Nora Enns fand schließlich, zusammen mit Kameramann Markus Beer, Tontechniker Michael Buhl und Beleuchter Peter Hennrich, den Weg ins Bürgerhaus Amönau. Etwa 100 Amönauer empfingen sie und das Team. Bis Mitternacht wurde an den Plänen für die Aufnahmen am nächsten Tag gefeilt.

Trotz anfänglichen Sonnenscheins war es am Freitagmorgen empfindlich kalt. Der Hausbierbrauer Armin Latzko hatte zwar geheizt, aber nur seinen Sudkessel und der stand im Freien. Zu den Arbeitsschritten gab er die notwendigen Erklärungen. Die Zeitabstände beim Brauvorgang erforderten ein mehrmaliges Erscheinen des Aufnahmeteams. Kurt Muth wurde als Marktmeister des erfolgreichen Rapunzelmarktes zu der Organisation befragt, schließlich haben für den diesjährigen Markt am 25. August bis jetzt schon 75 Händler ihre Zusage gegeben.

Von der Anhöhe der Koppe hat man den besten Rundblick über den Ort. Zudem war es interessant, 14 hungrige Kamerunschafe blökend vor sich stehen zu haben. Sie sind vom Heimatverein zur Beweidung der Magerrasenfläche angeschafft worden. Die Lage des Dorfes kommentierte Enns mit „wirklich ein schönes Dorf“.

Der Furresch Hof in der Ortsmitte erhielt 1998 den Denkmalschutzpreis des Landes. Das spielte an diesem Morgen aber nur eine untergeordnete Rolle. Seine Mieter waren interessanter. Quest, ein Dudelsackspieler, weit über die Region hinaus bekannt, holte sein Repertoire von Pfeifen auf den Hof und intonierte zusammen mit Adelheid Neumann an der Geige schottische Weisen zum Wohlgefallen vieler Besucher. Impressionen vom Bachlauf des Treisbaches und der Fachwerkbauten rechts und links konnten auch beeindrucken.370 Jahre ist sie schon alt, die Winterlinde auf einer Anhöhe am Ortsrand von Amönau. Zuletzt hatte der Verein Turmwerkstatt in und unter der Linde das Musical Mondenland aufgeführt.

Das Rapunzelhäuschen wiederum ist durch Otto Ubbelohdes Zeichnung zu Rapunzel bekannt geworden. Als Gotel unter dem Fenster rief: „Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter“ folgte Rapunzel artig und ließ den Zopf herunter, an dem sie und später auch der Prinz zum Mädchen im Turm kletterten. An diesem Tag blieben aber beide auf dem Boden. Hoch zu Pferd ließ aber der Prinz die Aufforderung an die schöne Maid erschallen. Regisseurin „Bruno“ Heß beantwortete Fragen von Nora Enns zu den Musicals in Amönau. So fand auch das neue Musical „Madnight“ Erwähnung. Ecki Scherer, verantwortlich für Melodien und Songs bei den bisherigen Musicals, hatte auf die Schnelle ein Lied zum Besuch des Teams „Dolles Dorf“ getextet und vertont. Zusammen mit Lukas Bender, Klaus Peter und vielen Amönauern sang er das Lied vor der HR-Kamera. Schlusspunkt war ein Besuch in der Kräuterküche von Hildegard Herr.

nEin ganzer Drehtag wird für die Hessenschau am heutigen Samstagabend auf etwa 5 Minuten zusammengeschnitten und ab 19.30 Uhr gesendet.

von Heinz Aßmann

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