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"Am besten war der Zombie-Priester"

Halloween "Am besten war der Zombie-Priester"

Nachdem die ersten beiden "Schocktoberfeste" im Dorfgemeinschaftshaus bereits ein großer Erfolg waren, legte Mellnau noch einmal nach und lehrte seinen Gästen auf der Burg das Gruseln.

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So schockt der Oktober in Mellnau: mit blutrünstigen jungen Tänzern und (kleines Foto) giftgrünen Erfrischungen, von Hexen serviert.

Quelle: Kai Hemm

Mellnau. „Hier in der Ruine wirkt das natürlich nochmal viel besser und es gibt endlich genügend Platz“, sagte Organisator Christian Diehl. Angefangen hatte alles ganz klassisch amerikanisch. Auswanderer Michael Reynolds wollte nicht auf eine ordentliche Halloweenparty verzichten und richtete diese immer größer und festlicher im eigenen Garten aus. Als dieser nicht mehr ausreichte rief er zusammen mit Diehl das „Schocktoberfest“ ins Leben.

Am vergangenen Samstag begrüßte das Team um Reynolds und Diehl etwa 150 Kinder und noch einmal rund 100 Erwachsene, wobei es je nach Altersgruppe unterschiedliches Programm gab: Für die Kleinen am Abend einige Gruselhäuser mit Kostümen, viel schauriger Dekoration, „und dazu gibt es natürlich was Süßes“, sagte Diehl. Für die Erwachsenen gab es in der Nacht ein Bühnenprogramm mit den Bands „Hot Blooded“ und „Cuma“.

Als Partner ist beim „Schocktober“ der Heimat- und Verkehrsverein Mellnau mit im Boot. Und natürlich geht nichts ohne viel ehrenamtliches Engagement und kostümbegeisterte Helfer. Nadine Balzer kennt sich dabei als Hexe tatsächlich mit mittelalterlichen Methoden aus, denn als ein arg überlasteter Verteiler den Geist aufgab, war der Hexenkessel beziehungsweise Glühweintopf zeitweilig ohne Strom - und die Zauberin saß bis auf einen Kerzenständer im Dunkeln.

Für besondere Effekte kamen in einigen Zelten Schwarzlicht und Trockeneis zum Einsatz, darüber hinaus waren gefährlich dunkle Treppenabschnitte fantasievoll so mit Knicklichtern dekoriert, dass niemand stolpern musste. Für die Älteren wurde der Horror-Level noch etwas erhöht. So scheuchte Florian Nietzschke diese gleich mit einer laufenden Kettensäge den Pfad zum Burgturm hoch. Das Konzept kam gut an, Groß und Klein waren von der historischen Kulisse und den liebevoll gestalteten Häusern und Ständen sichtlich begeistert. „Für die Kinder ist das Programm natürlich toll, mein Freund und ich warten jetzt aber vor allem auf die Bands“, sagte Sophia Hinkel-Thein aus Niederasphe. Auch die fünfjährige Alea Liebera kam nach einer Stunde Gruseln zu einem positiven Ergebnis: „Mir gefällt‘s hier, am besten war der Zombie-Priester!“

von Marcus Hergenhan

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