Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 6 ° Regenschauer

Navigation:
Alte Hausnamen zur 1200-Jahr-Feier

Tradition Alte Hausnamen zur 1200-Jahr-Feier

2017 feiert Caldern seine Ersterwähnung vor 1200 Jahren. Mit den Vorbereitungen beschäftigen sich sieben Arbeitskreise. Einer hat bereits Nägel mit Köpfen gemacht, genauer gesagt, Schilder mit weißer Schrift auf grünem Grund.

Voriger Artikel
Musikalischer Beginn der Sommerzeit
Nächster Artikel
Energie kommt aus eigenem Kraftwerk

So kommen die alte Geschichte und die Zukunft des Dorfes zusammen: Die Kinder aus dem Kindergarten präsentierten vor dem ­Heimatmuseum die ersten Schilder mit alten Hausnamen.

Quelle: Manfred Schubert

Caldern. Der Arbeitskreis „Historisches Caldern“ will die alten Hausnamen wieder aufleben lassen. Sprecher Volker Heine, Hermann und Else Schneider, Annerose Fußmann und Gertrud Gärtner sind von Tür zu Tür gegangen und haben die Bewohner darum gebeten, sich zu beteiligen.

Auch neue Bewohner alter Häuser haben mitgemacht. „Manche Neubürger zeigen sich richtig begeistert darüber, dass sie auch gefragt wurden“, freute sich Heine, der auch Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins ist. „Wir werden wohl auf 80 Schilder kommen“, schätzte er bei der Vorstellung der ersten Exemplare, die bei der Firma Schott in Sterzhausen hergestellt wurden. Dazu hatte sich der Arbeitskreis die Unterstützung des Kindergartens geholt. Die Kinder präsentierten vor dem Heimatmuseum die Schilder, denn „sie sind unsere Zukunft“, betonte Heine.

Ortsvorsteher Kurt Vogt sagte, vor einigen Jahren habe man bereits einmal geplant, die alten Namen anzubringen, aber das sei wieder „eingeschlafen“. „Jetzt wollen wir damit die 1200-Jahr-Feier einläuten“, erklärte er. Der Ortsbeirat steuert zu den Kosten von 30 Euro pro Stück ein Drittel bei. Volker Heine ergänzte, dass bis zur Feier weitere Aktionen des Arbeitskreises folgen sollen. Als nächstes sollen die wüstgewordenen Siedlungen um Caldern gekennzeichnet werden.

Auch der alte Gerichtsplatz, die Verkehrsinsel nahe der Kirche, soll neu aufgebaut werden. Außerdem will man an die ehemaligen jüdischen Bewohner Calderns erinnern, eventuell mit der Verlegung sogenannter Stolpersteine.

von Manfred Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr