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Als der ICE in Wetter hielt

125 Jahre Burgwaldbahn Als der ICE in Wetter hielt

Ein ICE im Bahnhof Wetter? Ja, selbst das hat es schon gegeben, der fotografische Beweis hing ­unter zahlreichen weiteren Aufnahmen an der Wand des Bürgerhaus­saales in der Stadthalle.

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Stefan Runzheimer (von links), Dieter Weber, Manfred Velte und Manfred Ritter gestalteten den informativen Nachmittag anlässlich des 125. Geburtstages der Burgwaldbahn.

Quelle: Manfred Schubert

Wetter. Dorthin hatte die Interessengemeinschaft historische Eisenbahn und Fahrzeuge (IGEF) eingeladen. Anlass: Vor 125 Jahren wurde am 1. Juli 1890 die Burgwaldbahn von Sarnau über Wetter nach Frankenberg eingeweiht.

Neben den Fotos, historischen Dokumenten, Fahrplänen und Berichten und einigen Utensilien aus dem Bahnbetrieb waren auch Modelle der Züge zu sehen, die auf der Burgwaldbahn mit Dieselloks gefahren sind. „In den 1950er Jahren war dies eine der deutschen Pionierstrecken für Dieselbetrieb. Daher gibt es auch nur wenige Fotos von Dampfloks auf ihr“, erläuterte Stefan Runzheimer.

Dieter Weber spielt die Teufelsgeige

Der Gladenbacher hielt einen der drei Vorträge während der vierstündigen Veranstaltung. Darin beleuchtete er insbesondere die Zeit ab der Wiedervereinigung Deutschlands. In den 1990er Jahren vollzog sich die Verschmelzung zweier Staatsbahnen und die Verkehrsverbünde gründeten sich.

Dieter Weber, gestandener Lokomotivführer aus Marburg, brachte ausgestattet mit einer Teufelsgeige der Burgwaldbahn ein Geburtstagsgedicht dar, und Manfred Velte (Marburg), der durch das Programm führte und, wie er erklärte, die vergangenen drei Wochen lang Fotos und Dias digitalisiert und vertont hatte, ging auf die Bahngeschichte im allgemeinen ein.

Manfred Ritter zeigt seine Bilder

Aus den Fotos des Wetteraners Manfred Ritter war so eine interessante Multivisionsshow geworden, die neben den bekannten Triebwagen der Kurhessenbahn zahlreiche Sonderzüge, Güterzüge beispielsweise mit Holz aus Skandinavien oder von Viessmann, Eilzüge auf der Fahrt von Hamburg nach Frankfurt am Main oder von Marburg nach Amsterdam, Ausfahrten, Begegnungen von Zügen, Unfälle, Bauarbeiten, Stellwerke und vieles mehr zeigten. ­Eisenbahnromantik kam bei Verabschiedungen von Fahrzeugen, die ihre letzte Fahrt antraten, oder einem Blick in einen Fahrkartenschrank sowie den oft schönen Landschaften auf. Außerdem wurden zwei Filme gezeigt, unter anderem hatte Heinz Feußner die Fahrt eines Sonderzuges mit Dampflok von Marburg nach Frankenberg festgehalten.

Auch Bürgermeister Spanka ist Eisenbahnfan

Bürgermeister Kai-Uwe Spanka bedauerte bei der Eröffnung angesichts der Mühe, die sich die Eisenbahnfreunde gemacht hatten, und bei dem Thema, das unsere Gesellschaft seit Jahrhunderten begleitet, dass nur etwa 50 Gäste gekommen waren. Er bekannte, selbst Eisenbahnfan zu sein und hatte eigens seine alte Lok vom Märklin-H0-Starterset herausgekramt.

Er begrüßte die künftige Erweiterung der Strecke bis Korbach und unterstrich die wirtschaftliche Bedeutung für Wetter. Er stellte in Aussicht, dass die Fotoausstellung anlässlich der Eröffnung der Strecke nochmals im Rathaus gezeigt werden könne.

Die Wiederinbetriebnahme der Strecke Frankenberg-Korbach wird vom 11. bis 13. September mit einem großen Fest am und im Bahnhof Frankenberg gefeiert.

von Manfred Schubert

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