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Alles schaut aufs Hinterteil

Kuhbingo Alles schaut aufs Hinterteil

Bingo kennt wohl jeder, aber Kuhbingo? In Sterzhausen fand nun zum zweiten Mal dieses etwas andere Glücksspiel statt, bei dem die Besucher tippen mussten, wohin die Kuh den Fladen macht.

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Manch ein Besucher des Kuhbingos versuchte, die Verdauung der Kuh quasi zu beschwören.

Quelle: Nadine Weigel

Sterzhausen. Ein normaler Kuhfladen hat einen Durchmesser von gut 30 Zentimetern – und wiegt nass bis zu zwei Kilogramm. Eine ausgewachsene Kuh produziert am Tag acht bis zehn Fladen. Dieses Wissen half den rund 250 Besuchern des Kuhbingos am Samstag allerdings herzlich wenig, denn auch, wenn man die Verdauungsgewohnheiten des gemeinen Wiederkäuers genauestens studiert hat, kann man noch lange nicht voraussagen, wohin die Kuh den Fladen macht. Kuhbingo ist und bleibt ein Glücksspiel, das vor allem eins machen soll: Spaß.

Und selbigen hatten die Kuhbingo-Spieler auch. „Erst hat unser Vorsitzender ja gesagt: ‚Mir scheißt keine Kuh auf den Platz‘, aber dann konnten wir ihn überzeugen, dass es dem Verein finanziell etwas bringt und auch die Geselligkeit stärkt“, erinnert sich Stefan Jost, Fußballabteilungsleiter beim FSV Sterzhausen. Nachdem der FSV im vergangenen Jahr den gesamten Fußballplatz in ein überdimensionales Bingofeld verwandelt hatte, wurde der Platz in diesem Jahr etwas kleiner gehalten.

 

Schon beim Verkauf der rund einen Quadratmeter großen Felder herrschte viel Andrang. Eines der alphabetisch und numerisch gekennzeichneten Felder kostete drei Euro. Wer seine Chancen auf einen Kuhfladentreffer erhöhen wollte, kaufte mehrere Felder. „Ich habe mir ein Feld in der Mitte des Platzes ausgesucht, weil ich glaube, dass die Kuh dahin macht. Die stehen ja ganz selten nur am Rand, denke ich“, mutmaßte Besucherin Evelyn Sensburg lachend. Sie lag falsch. Die drei Kühe fanden die Besucher am Rande des Feldes so interessant, dass sie die meiste Zeit am Zaun hin- und herliefen – dementsprechend landeten auch dort die Kuhfladen. „Ich hab‘ mir so etwas schon gedacht“, freute sich einer der Gewinner. Vor allem die Kinder hatten beim Kuhbingo riesigen Spaß. Lautstark versuchten sie die Kühe auf ihre Bingofelder zu locken. Auch etwas ältere Besucher versuchten winkend und rufend die Kühe zu navigieren – zwar meist vergeblich, aber eine Gaudi wars‘s trotzdem.

von Nadine Weigel

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